Sonntag, 16. März 2014

Schreiben üben nah am Roman


Genau so wie ich, trauen sich viele Schreiberlinge zu Beginn nicht so recht an ihren „großen Roman“.
Es erscheint ihnen zu schwer, zu lang, zu recherchelastig oder sie haben Angst ihre große Idee schlicht zu versauen.

Da hilft nur üben.
Am besten sogar erstmal nur für sich selbst.




Muss ja auch keiner sehen, das olle Geschreibsel. Es schreibt sich auch viel lockerer, wenn man sich den Gedanken einprägt, dass es auf keinen Fall von jemandem gelesen werden wird. Falls es doch gut ist, kann man sich hinterher ja noch anders entscheiden. Aber für den Anfang gilt: Was ich hier schreibe, ist geheim!

Wie schön wäre es aber, wenn sogar das Üben noch etwas beiträgt zum großen Roman?
Wie das gehen soll? Ganz einfach:
Eine Kurzgeschichte zur Hauptfigur, eine Erzählung aus der Kindheit einer wichtigen Nebenfigur, eine ausführliche Beschreibung der wichtigen Schauplätze oder man schreibt sich eine komplette Fantasywelt zusammen, wenn man eh vor hat einen Fantasyroman zu schreiben.

Diese ganzen Fingerübungen kann man manchmal später noch nutzen. Als Rückblende im Roman, als Anhänge oder als kostenlose Leseproben auf der Homepage, die dann gleich Lust auf das zugehörige Buch machen.

Und wenn man dann das Gefühl hat, für seinen Roman schon etwas „gemacht“ zu haben, dann ist der Schritt zum ersten Kapitel nicht mehr so groß und einschüchternd wie zuvor.

Wer immer noch Ideen braucht, hier ein paar Anregungen:
  • Schreibe über ein wichtiges Erlebnis aus der Kindheit deiner Hauptfigur. Vielleicht ein Unfall, oder ein besonders schöner Familienausflug.
  • Welcher Ort ist besonders wichtig in deiner Geschichte? Beschreibe ihn so genau, wie du nur kannst.
  • Wenn deine Charaktere Social Media nutzen würden, welche Plattform würden sie wählen? Was würden sie dort schreiben? Erzähle davon.
  • Beschreibe deinen Hauptcharakter beim täglichen Einkauf. 
  • Beschreibe das Schlafzimmer eines Charakters in fünf Sätzen.
  • Beschreibe die Welt deines Romans mit Einbezug der fünf Sinne. 
  • Überlege dir die drei schlimmsten Dinge, die deinem Hauptcharakter zustoßen könnten. Schreibe eine Kurzgeschichte, in der genau diese drei Dinge passieren.
  • Schreibe eine Szene mit viel Dialog, in der dein Protagonist und dein Antagonist sich beim Kaffee/Teetrinken gegenübersitzen und reden.
  • Schreibe über die Musik, die dein Antagonist gern hört und wieso er diese Art Musik mag.

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