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Sonntag, 13. September 2015

Schreibtagebuch Eintrag 20 - Die Schule erwacht zum Leben


Was habe ich geschrieben und gelesen im August?


Projekt Rotschopf


Wegen eines Logikfehlers in der Story habe ich für dieses Projekt noch einmal an dem 7-Punkte System und der Heldenreise gearbeitet und den Szenenplan aufgeräumt.

Geschrieben habe ich vor allem an der Beschreibung der Schule und der Schüler, auch wenn vieles davon später nicht im Buch auftauchen wird. Ich stelle mir die Schule in dieser Geschichte sehr alt und gotisch vor, jedoch gut erhalten. Als Harry Potter Fan musste ich natürlich auch geheime Gänge und verbotene Bereiche hineinschreiben. Ich konnte nicht anders.
Die Schule



Woran habe ich sonst geschrieben?


In erster Linie am Schreibmeer-Geheimprojekt.
Den Namen des Protas kann ich schon mal verraten: Er heißt Finn!
die Zielgruppe ist eher unter den jüngeren Lesern zu suchen.

Dann habe ich für das online Magazin Schreibmeer noch einen Artikel verfasst:
Die 3-Akte Struktur


Gelesen im August

 
Kinder- und Jugendbuch schreiben - Anna Kerkel

Über das Schreiben - Sol Stein

Aller Tage Abend (Nightside Band 11) - Simon R. Green

Die wirkliche Mittelerde (Tolkiens Mythologie und ihre Wurzel im Mittelalter) - Arnulf Krause


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Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 19:
Zurück aus der Sommerpause
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Freitag, 4. September 2015

Handlungsorte - über die Wahl des Wo




Der Handlungsort eines Romans ist so wichtig wie die Figur, die Wende- und Höhepunkte und die Konflikte, um die es geht. Er ist der Lebensraum der Hauptfigur und hat sie geprägt. Er ist der Austragungsort des Hauptkonflikts. Er muss gut ausgearbeitet werden.

Beim Entwickeln des Handlungsorts geht es aber nicht nur um die Frage des Wo, sondern auch um das Wann. Frage dich beim schreiben nicht nur, wie es in der von dir gewählten Stadt aussieht, sondern auch, wie es zu der Zeit dort aussieht oder ausgesehen hat, die du für die Geschichte gewählt hast. Recherchiere z.B., was zu der gewählten Zeit für Meldungen durch die Nachrichten gingen, ob es eine Rekordhitze oder vielleicht ungewöhnlich starke Regenfälle gab oder ob das Haus, in dem dein Showdown spielt, zu der Zeit überhaupt schon existierte.

Ich bin immer enttäuscht und auch etwas verärgert, wenn ich über meine Stadt Kiel so einen schrecklichen Klischeesatz lese wie:
„Mein Blick streifte über das Hafenwasser. Die Luft roch salzig und in der Ferne kreischte eine Möwe.“

Der Autor dieser Zeilen war wohl noch nie hier. Woher ich das weiß?
Es riecht nicht salzig, wenn ich an der Hörn stehe und auf das Wasser blicke. Je nach Zeit und genauem Standort riecht es nach dem Essen der Restaurants oder nach dem Popcorn des Cinemaxx. Ich liebe es, wenn es am Wasser nach Popcorn riecht!

Und was ich dort höre sind weniger die Möwen, als viel mehr die Musik des Akkordeon- oder des Flötenspielers auf der Brücke. Zur rechten Zeit höre ich auch den Lastentransport, der die Ladung eines Schiffes abholt oder das Geräusch hunderter kleiner Plastikräder auf dem Pflaster, wenn die Masse an skandinavischen Touristen eines der großen Schiffe verlassen hat und alle ihre Rollkoffer hinter sich herziehen. 
DAS ist ein Spektakel, das sich zu beschreiben lohnt! Und nicht so eine heisere Möwe.

Worauf ich damit hinaus will?
Wenn man niemals den Ort des Geschehens live erlebt hat, kann man ihn auch in seinen Texten nicht lebendig machen.
Man kann es versuchen und sich vorstellen, wie es dort wäre, aber es wird nicht wirklich echt sein. Es wird allenfalls ein Zombie werden.
Und die Leser sind nicht blöd. Sie merken das. Selbst, wenn sie nicht genau wissen, was sie da merken, wird ein fader Beigeschmack bleiben.

Was fehlt sind einfach die speziellen Eigenheiten des Ortes. Etwas, das den Ort in der Geschichte nicht austauschbar macht.
Ein austauschbarer Handlungsort ist etwas Schreckliches. Wenn die Handlung gefühlt überall spielen könnte, weil alles zum Ort im Text vage bleibt oder in Klischees abdriftet, dann fehlt dem Leser meist etwas. Zumindest mir geht es so. Der Sog in die Geschichte bleibt für mich aus. Ich möchte mich in das Setting hineinfühlen können. Ich möchte wissen, wie es dort aussieht, wie es dort riecht, wie die Luft dort ist und ob ich Fabriken oder eher eine Grille hören kann.

Wenn du bei deiner Beschreibung vage bleiben musst, weil du dich am gewählten Ort einfach nicht auskennst, dann kannst du deine Geschichte auch gleich dort spielen lassen, wo du heimisch bist oder einmal warst.

Es ist einfach leichter für den Autor und schöner für den Leser, wenn sich der Schreiber am Ort seiner Geschichte auskennt.

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Weitere Artikel, die dich interessieren könnten: 

Charaktere, die treibende Kraft

Nebenfiguren im Roman
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Freitag, 14. August 2015

Schreibtagebuch Eintrag 19 - Zurück aus der Sommerpause


Hiermit melde ich mich zurück aus meiner unfreiwilligen Sommerpause.

Ich schulde euch noch die Updates aus Juni und Juli. Was habe ich also diesen Sommer gemacht?

Ich arbeite zur Zeit ausschließlich an Projekt "Rotschopf", da ich den übergreifenden Plot meines Schattenläufer-Projekts fertig habe, recht zufrieden damit bin und es nun erst einmal ruhen lassen muss für den nötigen Abstand.


Projekt "Rotschopf"


Ich habe die ersten Kapitel sowohl in der Ich-Form als auch aus der Erzähler-Perspektive aufgeschrieben, um sie zu vergleichen. Auch wenn die Ich-Form ganz gut zur Zielgruppe passt, gefällt sie mir nicht so besonders. Mir fehlen die Möglichkeiten, die der Ezähler hat, um Dinge zu erwähnen, die meiner Protagonistin nicht auffallen. Und das sind in dieser mysteriösen, kleinen Stadt zu Beginn so einige.

Nur eine einzige Werbung für das Projekt bleibt in der Ich-Form. Ein hübsches Bild mit Text. Ich freue mich schon sehr darauf, es euch zu zeigen. Allzu lange dauert es nicht mehr!

In der Story ist meine Protagonistin gerade drei üblen Jungs in die Arme gelaufen, den Campanello-Brüdern. Man munkelt, es gäbe Orks in der Ahnenreihe der Campanellos. Ihrem Aussehen und ihrer Intelligenz nach zu urteilen, könnte an dem Gerücht etwas dran sein.
Ob ihr jemand helfen wird? Tja, ich weiß natürlich, was passiert. Was meint ihr?



Was war sonst los?


An einem Besuchswochenende bei meiner Familie habe ich zum Spaß an einer Kurzgeschichte geschrieben, die vom ersten Fall meiner Krimi-Heldin Erin Reid erzählt, nachdem sie an ihren jetzigen Arbeitsplatz versetzt wurde.
Es ging mir dabei vor allem darum, die Örtlichkeiten und Figuren noch besser kennenzulernen und das erste Aufeinandertreffen meines Krimiteams zu erleben.

Im Juli ist ein neuer Artikel von mir im online Magazin "Schreibmeer" erschienen:
"Welches soziale Netzwerk ist das richtige?"

Ich hatte im Juli dazu noch einen ziemlichen Hänger was das Schreiben anging. Nicht nur die Geschichten, auch die Blogbeiträge wollten einfach nicht raus. Schwer zu sagen, ob es Stress, Selbstzweifel oder die Müdigkeit war - vielleicht alle drei Monster zusammen.
Beste Helfer waren Luftpolsterfolie, ein sehr glücklicher Glückskeksinhalt und die liebe Anne Colwey.
Der coolste Glückskeks-Zettel ever

 

Gelesen im Juni und Juli


Die Leseproben und der englische Harry Potter Band
Ich habe bei einem Buchhandlungsbummel neben dem wunderschönen neuen Harry Potter Cover ganz viele Leseproben ergattert und in meinen freien Minuten so in viele Geschichten reingeschnuppert.
Besonders gefallen haben mir die Leseproben zu:
"Der Rithmatist" - Brandon Sanderson
"Nox - unten" - Yves Grevet
"Anastasia McCrumpet und der Tag, an dem die Unke rief" - Holly Grant
"Seven Wonders - der Koloss erwacht" - Peter Lerangis

Dann habe ich zur Recherche gelesen:
"Darkside - Der schwarze Phoenix" (Band 2) - Tom Becker
"Darkside - Die Gilde der Diebe" (Band 3) - Tom Becker
"Scream Street - Das Herz der Mumie (Band 3)" - Tommy Donbavand

Und zum Vergnügen:
"Harry Potter and the Philosopher's Stone" - J.K.Rowling

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Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 18: Eintrag 18 - Szenenplan und Notizbücher 
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Samstag, 20. Juni 2015

Schreibtagebuch Eintrag 18 - Szenenplan und Notizbücher



Verspätet kommt hier nun meine Zusammenfassung des Monats Mai.
Was habe ich getextet, was habe ich gelesen? Was war sonst noch los?


Ich habe viel geschrieben, fast alles davon mit Stift und Papier und auch nur für zwei Buchprojekte.
Ich gebe mir große Mühe, mich nur auf diese zwei Geschichten zu konzentrieren, um die ersten Fassungen der ersten beiden Bände fertig zu bekommen. Beides sind Serien.
Entgegen aller Erwartungen finde ich den Wechsel zwischen den Texten nicht so schwer, obwohl der eine für Jugendliche ab 12 und der andere für Erwachsene Leser (vielleicht noch Young Adult) geplant ist. Eigentlich macht es sogar Spaß, zwischen Humor und Horror hin und her zu springen.



Projekt "Rotschopf"

Szenenplan basteln

Für dieses Projekt habe ich zwar den übergreifenden Plot geplant, bin aber beim Schreiben des ersten Bandes auf ein paar Löcher gestoßen, die es zu stopfen galt.
Also habe ich ein Wochenende dazu genutzt einen Szenenplan mit Karteikarten aufzubauen.

Eine genaue Karte der Straße, um die es geht, habe ich auch begonnen.
Leider ist sie der Malwut meines Sohnes zum Opfer gefallen und nun mit farbenfrohen Kringeln verziert.
Die Präsentation der Karte hebe ich mir dann für die Releasezeit des Buches auf.
Also bleibt neugierig!


Andere Buchprojekte


Das von vielen erwartete Projekt "Schattenläufer" schreitet gut voran.
Diesen Monat habe ich eine Figur verwundet und eine andere fast getötet.

Projekt "Glutrot" habe ich umgeplant. Nicht viel, aber bedeutende Teile.
Freunde von Fantasy werden nun auch hier mehr auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Romance-Anteil weiterhin sehr hoch ist.

Ich habe den Anfang einer Novelle geschrieben. Einfach nur, um diese Idee endlich aus dem Kopf zu bekommen. Sie hat mich schon seit Wochen genervt. Jetzt ist Ruhe. 


Außerhalb der Buchwelt


Textteile zu drei Romanen und einem Kinderbuch
Da ich viel mit Stift und Papier schreibe kommt irgendwann unweigerlich der Teil des Abtippens.
Im Mai war er dann gekommen, da ich das ganze schon länger aufgeschoben hatte.
Drei Notizblöcke waren voll.

Im Mai habe ich meinen ersten Artikel für das Schreibmeer geschrieben - ein neues Online Magazin.
Es geht um eines meiner Lieblingsthemen: Branding.
Hier könnt ihr den Artikel lesen:
Branding für Autoren - Das Ich als Marke

Da in diesem Hause fast nie Stille herrscht, sondern meist Kinderlärm durch die Luft schallt, habe ich mir neue Schreibmusik besorgt. Unter anderem die Soundtracks zu den ersten vier Game of Thrones Staffeln. Ich muss sagen: Grandios! Beste Idee seit langem. Passt auch hervorragend zu meinen Buchprojekten.


Gelesen im Mai


"Mysterium - der schwarze Drache" - Julian Sedgwick
"Die Seiten der Welt" - Kai Meyer
"Du you know who I am?" - Ron Alias

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Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 17: Projekt "Rotschopf"
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Dienstag, 16. Juni 2015

Schreiben mit Baby und Kleinkind - Improvisation ist alles


Für das Interview mit mir auf dem Blog von Anna Thur habe ich vor ein paar Wochen festgehalten, wie meine Tages- und Wochenplanung aussieht. >Hier zu lesen<

Als Mutter mit einem Kleinkind zu Hause unterscheidet sich mein Tag natürlich sehr vom routinierten Schreibtag eines Autors, der seine Tagespunkte auf die Minute genau planen kann.

Wer schon einmal versucht hat zu Hause zu arbeiten - und damit meine ich wirklich konzentriert etwas zu schaffen - während ein Kleinkind im selben Raum (oder auf dem Schoß) spielt, der mag sich jetzt fragen, wie ich überhaupt ein Buch oder einen Blogbeitrag fertig bekomme.

Genau darüber möchte ich heute auf FederKiel schreiben und damit vielleicht der ein oder anderen verzweifelten Mama (oder natürlich auch einem Papa) Mut machen.



Planung ist nicht Alles


Improvisierter Arbeitsplatz auf dem Sofa
Als erstes einmal: Ja, Planung ist wichtig.
Ohne Planung geht gar nichts, aber kaum etwas wird wirklich einmal so klappen, WIE Sie es planen.
So ist das mit Kindern und wer das akzeptiert und drumherum arbeitet, der hat quasi schon gewonnen.
Den schlimmsten Fehler, den Sie machen können, ist der, sich zu sehr auf die geliebte Planung zu versteifen, sich übelst zu ärgern und dann alles hinzuschmeißen.

Diese miese Laune ist schlecht für ihre Gesundheit, schlecht für Ihre Motivation und schlecht für Ihre Kreativität. Ihre Kinder werden es merken und Ihre Laune reflektieren.
Ihr Schreibtag ist damit gelaufen.

Wenn etwas gar nicht so läuft wie geplant und vielleicht sogar Ihre komplette Schreibzeit verloren scheint, haben Sie natürlich alles Recht der Welt sich darüber zu ärgern.
Ärgern Sie sich kurz und laut und dann denken Sie nach!
Sich zu ärgern wird nichts an den geplatzten Plänen und Ihrer verlorenen Schreibzeit ändern.
Der einzige, der jetzt noch etwas ändern kann sind Sie: Sie können improvisieren!

Jeder Mensch kann das - die einen besser, die anderen schlechter.
Aber keine Sorge, jeder kann es lernen.
Auch Sie können zum Improvisations-Genie werden!
Wenn Sie es denn wollen.


Sie müssen es wirklich wollen!


Das ist der Knackpunkt. Sie müssen es wollen. Sonst wird es niemals funktionieren.

Es ist passiert: Ihre Schreibzeit ist verloren, Kinder und Partner haben durch unerwartete Wünsche und Termine den Tagesplan komplett über den Haufen geworfen. Weitere Zwischenfälle machen das Einhalten ihrer geplanten Zeiten unmöglich. Ihre Schreibzeit ist so gut wie verloren.

Was nun? Improvisieren und Ihre Schreibzeit retten!
Dafür ist keine Zeit übrig? Doch, wenn Sie dafür andere Punkte streichen.
Hier zeigt sich dann:
Ist Ihnen das Schreiben wichtig genug, um Punkte Ihrer To-Do-Liste auf die Folgetage zu verschieben? Sie müssen es wirklich wollen!
Sind sie vielleicht zu träge und bequem, um schnell umzuplanen und doch noch Schreibzeit herauszukratzen? Ist das Schreiben Ihnen wichtig genug, um solche Umständlichkeiten auf sich zu nehmen? Sie müssen es wirklich wollen!


Improvisieren ist nötig


So wie jetzt, lief es bei mir nicht von Anfang an.
Auch ich habe erst lernen müssen mich anzupassen. Es gab viele Frustmomente und viel selbstgemachten Stress, aber das Wichtigste war nicht aufzugeben. Ich wollte es wirklich schaffen.

"Wer etwas wirklich schaffen will, der findet einen Weg. Alle anderen finden Ausreden."

Der erste Schritt war für mich, zu erkennen und zu akzeptieren, dass Anpassen und Improvisieren nötig waren, um endlich etwas zu schaffen.
Natürlich kann man das Glück haben, dass Familienangehörige und auch der Partner einspringen und das Kind für mehrere Stunden übernehmen, doch dieses Glück hat nicht jeder und wer es hat, der kann nicht erwarten, dass es regelmäßig so läuft.

Ich habe dieses Glück nicht und ich wollte nicht weiterhin nur dasitzen und mich den Umständen ausgeliefert fühlen.

Anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich meine Zeiten nicht fest planen konnte und traurig zu sein, über all die Momente, in denen es mir nicht möglich war zu schreiben, habe ich gezielt darüber nachgedacht, in welchen Momenten ich eigentlich schreiben KÖNNTE.

Und das waren dann eine ganze Menge.
Wenn man erstmal anfängt ganz kreativ darüber nachzudenken, in welchen Situationen man Schreiben könnte, kommen immer mehr Ideen dazu.

Zugegeben: Manche sind anstrengend, manche sind umständlich und manche einfach nur ungewohnt - doch alle sind MÖGLICH.



Der Griff zu Stift und Papier

Schreiben auf der Spieldecke mit Kind

Mein nächster Tipp: Befreien Sie sich von der Vorstellung in völliger Stille am PC zu schreiben.
Auch wenn das die Idealsituation ist, so ist sie für eine schreibende Mutter mit Baby und Kleinkind einfach zu unwahrscheinlich, um weiter an ihr festzuhalten.

In vielen Alltagssituationen könnten Sie schreiben, wenn Sie sich auf das Schreiben mit Stift und Papier einlassen. Es gibt viele Gründe, wieso Sie es einmal damit versuchen sollten, aber der wichtige Grund, um den es jetzt geht ist: Mobilität und Schnelligkeit.

Stift und Papier können Sie überall dabei haben, sie können es in allen erdenklichen Positionen halten und es muss nicht erst angeschaltet und hochgefahren werden.

Auch ein Tablet wäre eine Möglichkeit, doch viele kurze Schreibmomente mit Kindern sind schon wieder vorbei, wenn Tablet und Schreibprogramm endlich einsatzbereit sind. Würde ich mich beim Schreiben nur auf technische Geräte einlassen, dann hätte ich vielleicht die Hälfte meiner Texte nicht geschrieben.


Wo schreibe ich?


Die Antwort ist leicht: Wo und wann ich kann!

Ich schreibe am Schreibtisch.
Ich schreibe auf dem Sofa oder am Sofatisch.
Ich schreibe beim Essen.
Ich schreibe auf dem Klo.
Ich schreibe beim Kochen neben dem Herd.
Ich schreibe auf dem Bett - ob morgens nach dem Aufwachen, mittags mit dem Kind oder abends im Dunkeln.
Ich schreibe auf der Spieldecke - während KiKa läuft und die Autos und Bauklötze neben mir klappern.
Ich schreibe auf dem Spielplatz.
Ich schreibe beim Spazierengehen auf dem Dach des Kinderwagens.
Ich schreibe im Auto oder in Bus und Bahn.

Ich habe eine Art Sport daraus gemacht, in den seltsamsten Momenten zu schreiben.
Ich amüsiere mich über jede neue Idee, die tatsächlich funktioniert und habe richtig Spaß dabei.


Wie plane ich?


Ich habe es eingangs bereits erwähnt: Planung ist wichtig, aber nichts läuft nach Plan.

Starre Planung mit genauen Zeitangaben funktioniert für mich nicht.
Sobald ich nach festen Zeiten plane bricht der Stress aus. Mein Kind isst sein Mittag nunmal nicht pünktlich auf die Minute und braucht dann auch mal länger, als von mir gedacht. Oder das Anziehen und Spielzeug einpacken dauert wieder eine Ewigkeit. Beim Einkauf muss unbedingt noch im Laden mit den Spielzeugautos gehalten werden, sonst ist der Weltuntergang nahe.
Mütter wissen sicher, wovon ich hier spreche. All diese Dinge sind nicht schlimm, wenn man ihnen entspannt begegnet. Doch mit einem strengen Zeitplan ist entspannt bleiben schwer.

Also plane ich meinen Tag grob.
Als erstes ist mein Tag unterteilt in vier Abschnitte:
Vormittags-Zeit, Mittagsschlaf-Zeit, Nachmittags-Zeit und Abendstunden.
Erledigungen des Tages werden von mir in die passenden Abschnitte sortiert.
Einkaufen und Sport erledige ich gern ganz früh, Schreiben und Zeichnen sind Dinge, die am besten gehen, wenn mein Kind schläft.
Hier hat sich das markieren mit verschiedenen Farben für die vier Zeitbereiche bewährt.

Dann habe ich die Master-Liste. Eine To-Do-Liste, auf der nur die wirklich wichtigsten Punkte stehen. Gern auch mit dem Fälligkeitsdatum in rot dahinter.
Diese Liste ist immer gut sichtbar auf meinem Schreibtisch platziert.

Nun muss ich noch die ganzen weniger wichtigen Punkte, die andere Leute auf ihre To-Do-Listen schreiben, irgendwie planen und unterbringen.
Dafür nutze ich einen länglichen Tischkalender, der pro Seite eine Woche zeigt.
Sie kennen die sicher. Sieben Tage nebeneinander, mit ein paar Zeilen pro Tag Platz.
Als erstes werden die dringenden Termine der Master-Liste auf die Tage verteilt.
Danach kommen erstmal persönlich wichtige Dinge.
Ich halte diese Vorgehen für wichtig, denn sonst kommen diese Dinge IMMER zu kurz. Dazu gehören besondere Unternehmungen mit meinem Kind und auch das Schreiben!
Erst dann werden andere Erledigungen eingetragen.
Und wenn die Zeilen für einen Tag voll sind, dann ist der Tag VOLL.
Punkte, die noch übrig sind, müssen in eine freie Zeile eines anderen Tages ziehen und warten.

So stelle ich sicher, dass ich mir meine Tage nicht zu voll packe, aber trotzdem alle wichtigen Punkte erledige.


Sie sind auch Mutter oder Vater und würden gern mehr schreiben?
Versuchen Sie es:
  • Planen Sie, aber halten sie nicht stur daran fest. Planen Sie einmal anders!
  • Machen Sie sich klar, dass Sie es wirklich schaffen wollen!
  • Überlegen Sie, in welchen Alltagssituationen Sie schreiben könnten - seien Sie kreativ!
  • Besorgen Sie sich gute Notizblöcke und Stifte.
  • Und gehen Sie das Vorhaben entspannt und mit Humor an.

Schreiben auf dem Bett
 
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Donnerstag, 16. April 2015

Nebenfiguren im Roman und meine Top 10


Heute möchte ich über Nebenfiguren sprechen.
Wieso sie so wichtig sind, weshalb es eigentlich keine Nebenfiguren gibt und wie Sie Ihre Nebenfiguren besser ausbauen können. Am Ende gibt es meine spontanen Top Ten der Nebenfiguren, die mir gefallen haben für die TopTenThursday Aktion von Steffis Büchergloggeria.



Nebenfiguren sind wichtig

 

Nebenfiguren sind für eine Geschichte das Salz in der Suppe. Sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil und viele Geschichten stehen oder fallen mit ihren Nebenfiguren, nicht mit den Hauptfiguren.
Die Hauptfiguren sind bei den meisten Autoren, die ernsthaft an das Schreiben herangehen, gut ausgebaut und von allen Seiten beleuchtet. Doch die Nebenfiguren stehen so sehr im Schatten der Hautfigur, dass sie blass und leblos bleiben. Sie werden nur erschaffen, um einem Zweck zu Dienen und die Geschichte an einem bestimmten Punkt voranzutreiben. Danach werden sie achtlos beiseite gelegt.

Dabei können Nebenfiguren so viel mehr. Sie können den Leser richtig berühren und zu den Lieblingen der Geschichte werden. Denken Sie doch nur an Severus Snape, der von vielen Lesern der Harry Potter Reihe mehr bewundert und geliebt wird als die Hauptfigur selbst.

Eine Welt, die mit blassen und leblosen Nebenfiguren gefüllt ist, wird auch blass und leblos erscheinen. Geben Sie Ihren Nebenfiguren ein eigenes Leben, denn sie sind wichtig für Ihre Hauptfigur. Mit wem soll die Hauptfigur denn sonst interagieren? Interaktionen und Beziehungen machen eine Geschichte doch erst interessant. Und es sollte Ihnen niemals egal sein, mit wem sich Ihre geliebte Hauptfigur abgibt.


Es gibt keine Nebenfiguren


Wie im richtigen Leben gibt es eigentlich keine wirklichen Nebenfiguren.
Jeder Figur ist eine Hauptfigur, die in jedem Moment seine spannende Geschichte erlebt.

Eine "Nebenfigur" sollte ausgebaut werden, wie jede Hauptfigur auch. Es wird nur nicht alles in der Geschichte vorkommen. Vieles nur am Rande - nur angedeutet - oder halt gar nicht. Aber es ist da und es ist wichtig. Es sollte ausgearbeitet sein. Schon allein aus dem Grund, um die Figur kennenzulernen, damit sie eine wirklich lebendige und vielschichtige Person wird und nicht eine farblose Hülle bleibt.

Die Nebenfigur hat eine Vorgeschichte und erlebt ihre Abenteuer auch dann, wenn sie grade nicht im Roman vorkommt. Das sollte immer bedacht werden. Die Nebenfigur setzt sich nicht nach ihrem Auftritt in der Handlung auf einen Stuhl und wartet darauf, dass die Hauptfigur irgendwann wieder vorbei kommt.

Um Ihre Nebenfigur zu einer Figur zu machen, die wirklich im Gedächnis bleibt sollte sie tiefer werden, häufiger vorkommen, wichtiger werden und vernetzter sein.


Nebenfiguren ausbauen


Tiefer
Geben Sie Ihrer Nebenfigur Tiefe. Der grummelige, alte Nachbar ist ja nicht einfach nur grummelig. Er hat sicherlich seine Gründe. Vielleicht hat er Streit mit seinem Sohn und dieser kommt deshalb nicht mehr mit den Enkelkindern vorbei. Vielleicht hat er eine chronische Erkrankung, die ihm permanent Schmerzen bereitet. Vielleicht ist er nur so ätzend zu seinen Nachbarn, weil er in seiner Kindheit die eigenen Nachbarn als schreckliche Menschen erlebt hat. Vielleicht hat ihn damals ja aber auch sein bester Freund, das Nachbarskind, ganz ohne Nachricht verlassen und ist umgezogen. Möglichkeiten über Möglichkeiten! Lassen Sie Ihn nicht einfach nur grummelig sein.
Geben Sie Ihrer Nebenfigur eine Kindheit, eine Familie, einen Beruf, Träume, Ängste, Macken und Gewohnheiten. Und möglichst für alle Ängste, Macken und Gewohnheiten auch einen Grund.

Häufiger
Wenn Ihre Nebenfigur nun eine Hintergrundgeschichte erhalten hat, dann werden Sie merken, wie lebendig sie für Sie wird. Sie mögen diese Figur sogar richtig gern! Sie wollen, dass sie öfter auftaucht, können sich plötzlich anderen Momente vorstellen, an denen diese Figur in der Geschichte vorkommen kann.
Vielleicht haben Sie sich dafür entschieden, dass der alte Nachbar nicht nur Familienprobleme hat, sondern auch gesundheitlich angeschlagen ist und jede Woche zur Physiotherapie ins Zentrum fahren muss. Vielleicht fährt er mit dem Bus, genau wie ihr Hauptcharakter. Die Fahrt dauert länger und irgendwann kommen die beiden ins Gespräch. Oder ihre Nebenfigur wird von ein paar Jugendlichen im Bus drangsaliert, weil sie alt und krank ist. Ihr Hauptcharakter wird zum Helden, der seinem unliebsamen Nachbarn zur Hilfe kommt.
Überlegen Sie einfach mal, wo Sie selbst Ihre Nachbarn oder Freunde schon zufällig getroffen haben.

Wichtiger
Ihre Nebenfigur sollte aber nicht einfach nur häufiger auftauchen, sie sollte auch wichtiger werden. Viele Nebenfiguren haben nur einen einzigen Auftritt, um die Geschichte voranzubringen. Es wäre viel schöner, wenn eine Nebenfigur an mehreren Punkten Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte und der Hauptfigur nimmt.
Vielleicht haben Sie viele blasse Nebenfiguren, die einfach nur eine Nachricht überbringen und dann verschwinden. Wie der Postbote, von dem Sie nur wissen, wie er heißt und dass er Angst vor Hunden hat. Dieser Postbote überbringt einen unglaublich wichtigen Brief und verschwindet wieder. Kann ihr grummeliger Nachbar das nicht übernehmen? Der Brief könnte falsch zugestellt worden sein. Was auch erklärt, wieso er verspätet bei der Hauptfigur eintrifft, die hibbelig auf die Nachricht wartet, die ihr Leben verändern soll. Ihr grummeliger Nachbar bringt den Brief rüber. Eigentlich würde er sowas nicht tun, aber sein Nachbar hatte ihn vor zwei Tagen im Bus ja vor dieser Jugendbande gerettet. Er erlebt die Reaktion der Hauptfigur auf die Nachricht mit, vielleicht kommen die beiden sich dadurch noch näher.
Überlegen Sie einmal, welche Nebenfiguren nur einen einzigen Existenzgrund haben. Kann diese Aufgabe von einer anderen Nebenfigur übernommen werden? Denken Sie wirklich darüber nach. Seien Sie kreativ!
Können Sie die drei auftauchenden jungen Damen in der Geschichte nicht zu einer einzigen verschmelzen? Klar, die eine davon sollte wunderschön und die andere eher unscheinbar sein. Doch ist es nicht möglich, dass sie sich den einen Tag besonders hübsch macht für ein Treffen und den anderen Tag unter Migräne und Übelkeit leidet und deshalb furchtbar aussieht?

Vernetzter
Mehr Reibungspunkte mit ihrer Hauptfigur bekommen die Nebenfiguren auch durch Beziehungen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ihre Nebenfigur nur auf ihre Hauptfigur trifft? Im wahren Leben kennt jeder jeden um ein paar Ecken. In ihrer Geschichte sollte das auch so sein. Ihr grummeliger Nachbar geht jede Woche zur Physiotherapeutin. Diese ist die Schwester ihrer Hauptfigur, was später in der Geschichte vielleicht bei einem Besuch von ihr herauskommt. Oder als sie von ihrem Bruder und ihrem Patienten die gleiche Geschichte über die Rettung im Bus hört.
Die junge Frau, die ihrer Hauptfigur mal hübsch und mal hässlich über den Weg läuft ist möglicherweise die Schwiegertochter des grummeligen Nachbarn. Ihr Hauptcharakter erfährt zuerst von der Krebserkrankung ihres Mannes und hilft ihr, um dann zu erfahren, dass dieser kranke Mann der Sohn seines Nachbarn ist. Natürlich muss er nun seinen Nachbarn dazu bringen, den Streit beizulegen.
Beziehungen sind unglaublich wichtig für Ihre Geschichte. Nicht immer muss es Verwandschaft sein. Es gibt ja auch Freunde und Bekannte und den Job.


10 Nebenfiguren, die mir im Gedächnis geblieben sind


"Harry Potter" Reihe von J.K. Rowling:
Ich oute mich jetzt mal als Fan. Die absolut besten Nebenfiguren für mich sind Severus Snape, Luna Lovegood und Nymphadora Tonks! Natürlich auch Hermine, falls sie noch als Nebenfigur zählt. Sie ist mein Liebling der Reihe.



"Das Lied von Eis und Feuer" Reihe von G.R.R. Martin:
Ich muss gestehen, dass ich hier nicht auf dem neuesten Stand bin und sicherlich einige tolle Nebenfiguren noch nicht kenne. Besonders im Gedächnis blieben mir aber Syrio Forel und Sam Tarly.




"Night School" Reihe von S. Daugherty:
Auch wenn diese Reihe ihre Schwächen hat gefällt mir eine Figur ganz besonders: Zoe Glass. Sie kommt erst im zweiten Band zur Gruppe hinzu. Hier muss  ich noch eine Figur nachreichen: Falls Hermine oben nicht zählt, nenne ich hier mal die Hermine der Night School: Rachel Patel.



"Herr der Ringe" Trilogie von J.R.R. Tolkien:
Es stellt sich die Frage, ob die Figur noch als Nebenfigur gilt: Samweis Gamdschie. Einer der besten Sidekicks überhaupt.


"Gevatter Tod" von Terry Pratchett:
In den Büchern um den Tod in der Scheibenwelt gefällt mir ganz besonders der Diener Albert. Allgemein finde ich, dass Pratchett unglaublich viele tolle Nebenfiguren geschaffen hat in seiner Scheibenwelt.


"Die dunklen Fälle des Harry Dresden" Reihe von Jim Butcher:
Ganz klar! Was wäre Harry Dresden ohne seinen Geist Bob. Gleich von Anfang an wollte ich mehr über ihn erfahren.


Welche Nebencharaktere aus Büchern sind bei Ihnen besonders hängen geblieben?

Sonntag, 15. Februar 2015

Schreibblockaden - Gründe und 25 Tipps dagegen


Da ich selbst vor etwa einem Jahr eine Kreativblockade erfolgreich bekämpft habe, wollte ich schon lange einmal hier über das Thema schreiben. Über die vielen Gründe und auch über Lösungsansätze, auf die ich bei meiner Suche nach einem guten Gegenmittel gestoßen bin.

Zuerst einmal möchte ich bemerken: Es gibt nicht DIE Schreibblockade.
Es gibt Blockaden. Mehrzahl.
Es sind Störungen, die deutlich voneinander unterscheidbar sind und sie können nicht nur das Schreiben blockieren, sondern jeden kreativen Prozess. So tritt bei einigen Künstlern z.B. die "Zeichenblockade" auf. In einer der folgenden Gruppen findet sich aber in der Regel jeder Autor wieder, der eine Blockade erlebt.

  •  Es fällt extrem schwer neue Ideen zu entwickeln oder die Ideen bleiben komplett aus
  • Die Planung des Textes gelingt, doch das Schreiben findet nicht statt
  • Es gelingt nicht, die erste Formulierung/einen Einstieg zu finden und den Text zu beginnen
  • Das Schreiben erfährt dauernd Unterbrechungen, von innen (Unruhe) oder außen (Ablenkung)
  • Geschriebenes wird immer wieder editiert und umgeschrieben, das freie Schreiben gelingt kaum
  • Abneigung gegen das Schreiben, bis hin zu Angst und Panik

Wenn Sie unter einer Blockade leiden, lassen Sie sich sagen, dass Sie damit in guter Gesellschaft sind. Auch große Namen der Literatur waren schon davon betroffen. So litten zum Beispiel Schriftsteller wie Marcel Proust und Robert Musil teilweise an schweren Schreibblockaden.
Und, wie es auf Karrierebibel.de so schön steht: Schreibblockaden sind wie Herpes.
Wenn die Umstände, die zu einer Blockade geführt haben wieder da sind, dann kommt auch die Blockade wieder vorbei. Wenn Sie also etwas ändern müssen, um sich zu befreien, dann ist das keine Veränderung auf Zeit.


Woher kommen diese Blockaden? 

 

    Ich denke, Gründe für Blockaden gibt es so viele, wie es blockierte Autoren gibt.
    In den meisten Fällen greifen mehrere Faktoren ineinander, selten gibt es nur einen einzigen Grund.
    Die Probleme lassen sich gut in folgende Gruppen unterteilen:

    • Mangel an Information und Konzept. Es fällt schwer, über ein Thema zu schreiben, wenn man kaum etwas darüber weiß. Fehlende Recherche ist hier das Problem. Unzureichende Konzepte können den Einstieg ebenso erschweren. Es wurde nicht überlegt, wie, in welchen Umfang und in welcher Reihenfolge das Thema bearbeitet werden soll.
    • Hohe Komplexität. Wenn das Thema zu umfangreich ist, die Fantasywelt erschlagend groß und detailliert oder der Roman aus zu vielen Handlungsstängen besteht, dann kann ein Projekt ohne genaue Planung so unüberschaubar werden, dass das Schreiben nicht mehr gelingt.
    • Viele Störungen. Ob es nun das klingelnde Telefon, der laute Fernseher, der nervige Nachbar, der quälende Heißhunger oder eine andere Art von Störung ist, sie haben eines gemein: Sie unterbrechen den Schreib- und Gedankenfluss. Kommt das häufiger vor, kann es das Schreiben zu einer schweren Angelegenheit machen. Hier gehört auch die "Aufschieberitis" rein, die viele Autoren befällt, die "nur mal schnell" Facebook und Twitter checken wollen. Unterbrechungen kreativer Prozesse hemmen das Schreiben massiv. Der Autor schafft nicht nur weniger, er schreibt auch schlechter. Manchmal fehlt auch einfach Zeit, die der Autor allein verbringen kann. Etwa in großen Familien, wo leise Rückzugsorte Mangelware sind.
        • Starke Selbstzensur. Ob es nun der fehlende Glaube an die eigene Formulierung ist, oder die Angst vor dem überkritischen Leser - Die Angst zu versagen kann hinter einer Schreibhemmung stehen. Und so fängt man an, sich noch während des Schreibprozesses zu zensieren oder den bereits geschriebenen Text immer wieder zu überarbeiten. Die Angst, nicht den perfekten ersten Satz zu schreiben, den Leser nicht von Anfang an fesseln zu können, fesselt dann den Autor.
        • Fehlender Glaube an sich selbst. Der Gedanke, es sowieso nicht zu schaffen, hemmt den Autor schon im Vorfeld. Wenn Glaube Berge versetzt, kann Zweifel diese aufschütten. Oft ist es erfahrene negative Kritik die einen hemmt und so tief sitzt, dass man sie nicht loslassen kann.
        • Psychische Probleme und Stress. Starke Belastung kann ebenfalls eine Blockade auslösen, insbesondere Depressionen oder bipolare Störungen. Genauso haben Stress oder familiäre Belastungen verheerende Auswirkungen auf einen Autor. Hier kann es zu Hemmungen kommen, zur völligen Unfähigkeit zu schreiben und es können sich auch leichter Ängste und Panik im Zusammenhang mit dem Schreiben entwickeln.

          Wie lassen sich Blockaden wieder lösen?

           

          Schreibblockaden lassen sich im Allgemeinen gut überwinden.
          Es gibt aber keine Methode, die bei jedem garantiert funktioniert. Die Lösung hat immer mit den Gründen für die Blockade zu tun. Diese sollten also zuerst einmal ergründet werden.
          Dabei helfen Ihnen ein paar Fragen:
          • Wann ist die Blockade aufgetreten oder wann ist sie Ihnen zum ersten Mal aufgefallen und was ist in den Tagen oder Wochen davor passiert?
          • Sind Sie bei allen Texten blockiert oder sind es nur spezielle Arten, etwa nur Ihr Roman?
          • Haben Sie eher in der Planungsphase Probleme, später beim Ausformulieren oder beim ersten Satz/Absatz?
          • Sind Sie vielleicht nur schnell abgelenkt und konzentrieren sich nicht richtig gezielt auf das Schreiben? 
          • Glauben Sie an ihr Projekt und glaubt Ihr Umfeld an Sie?
          • Könnten psychische Probleme dahinter stecken?

          Die meisten Autoren, die von einer Schreibblockade geplagt werden, beginnen früher oder später mit Vermeidungshandlungen. Um die Blockade zu vertreiben ist es wichtig diese Vermeidungshandlungen als solche zu erkennen und gegenzusteuern.
          Was tun Sie, wenn Sie nicht schreiben können? Machen Sie sich eine Liste Ihrer liebsten Vermeidungshandlungen und entscheiden Sie sich dann bewusst dagegen, wenn Sie eine davon bemerken.
          Dann sagen Sie sich laut "Nein, ich möchte jetzt lieber schreiben!", damit Ihr Wunsch auch im Unterbewusstsein ankommt.
          Natürlich wird durch das weglassen dieser Handlungen das Schreiben nicht sofort wieder gelingen, aber um zu Schreiben müssen Sie zuerst damit aufhören, es zu vermeiden.


          25 Tipps gegen Schreibblockaden

           

          Tipps gegen Schreibblockaden gibt es viele. Nicht alle helfen jedem.
          Traditionelles Mittel gegen die Blockaden ist laut Hemingway ein Glas Wein. Wahlweise auch jedes andere alkoholische Getränk. Ob es wirklich hilft, oder nur eine Ausrede zum Trinken ist, kann ich nicht beurteilen. Wer es auf einen Versuch ankommen lassen will, kann mir gern seine Erfahrung mitteilen.

          1) Mehr Organisation
          Nicht für jeden Autor funktioniert es, einfach ohne Plan ins Blaue zu schreiben. Tatsächlich funktioniert das für die wenigsten wirklich gut. Wenn Sie ein Drauflosschreiber sind, dann versuchen Sie es mal mit einem Plan. Wenn Sie Planer sind, dann planen Sie zum Versuch einmal genauer. Den meisten Autoren geht dann das Schreiben leichter von der Hand.
          Strukturieren Sie den geplanten Text mit Teilüberschriften (auch Kapitelüberschriften im Roman) und mit einer Gliederung in Teilabschnitte. Formulieren Sie das Gesamtziel des Textes und das Ziel eines jeden Teilabschnitts. Schreiben Sie sich Stichpunkte zu jedem Teilabschnitt auf.
          Anhand dieses Bauplans können Sie sich dann entlang hangeln, auch wenn es einmal zäher läuft.

          2) Mehr Recherche
          Nicht nur für Fachartikel oder historische Romane ist Recherche wichtig. Jeder Autor muss sich in ein Thema erst einlesen, bevor er souverän darüber schreiben kann. Wenn Sie sich unsicher fühlen beim Schreiben, dann fehlt womöglich die Recherche zum Thema oder einem Randthema, oder Sie haben in Ihrer Idee nicht tief genug gebohrt. Hier meine ich Fantasyautoren, die über ihre Welt oder ein alchemistisches Experiment schreiben wollen, sich aber so wenig Gedanken dazu gemacht haben, wie das alles aussieht und funktioniert, dass sie nicht glaubwürdig formulieren können.
          An dieser Stelle möchte ich Sie dazu aufrufen, außer Informationen noch etwas anderes zu sammeln: Bilder von Personen und Orten, Musik oder Videos, die Sie an ihre Welt und an Ihr Projekt erinnern. So ein Inspirationsordner hilft nicht nur bei Blockaden, sondern auch nach längeren Schreibpausen dabei, wieder in die richtige Stimmung zu kommen.

          3) Ideen aus dem Kopf schreiben
          Oft blockiert ein Autor auch dann, wenn sein Kopf schier platzt vor Gedanken und Ideen, die es festzuhalten gilt. Ob es die nächste Romanidee ist, eine tolle Formulierung für einen Artikel oder der Umstand, dass das Klopapier fast alle ist und nicht vergessen werden darf, es hindert den Autor daran, sich auf den aktuellen Text zu konzentrieren. Die Angst, dass eine der Ideen verlorengeht ist zu groß. Hier hilft das Rausschreiben aller Gedanken auf einen Notizblock. Bis nichts mehr übrig und der Kopf frei ist. Versuchen Sie, all Ihre herumschwirrenden Gedanken zu notieren bevor Sie mit Ihrer Schreibsitzung beginnen.

          4) Schalten Sie Störfaktoren aus
          Schaffen Sie sich einen ungestörten Raum. Störungen des Alltags, wie Fernsehen und Handy, können das Schreiben ins stocken bringen. Am besten ist es, diese Störungsquellen für die Zeit des Schreibens abzustellen. Wenn das nicht geht, sollte man versuchen, sie in den kreativen Prozess mit einzubeziehen. Sie weniger als Störung und mehr als Bereicherung anzusehen, als Inspirationsquelle oder als Antrieb. Falls Sie in völliger Stille nicht arbeiten können oder Lärm aussperren müssen, versuche Sie es mit Instrumentalmusik oder weißem Rauschen über Kopfhörer. Ein solcher Schutzschirm hilft dabei, sich zu konzentrieren.
          Auch das Internet ist gefährlich. Die Versuchung ist groß in einer Pause oder bei fehlenden Ideen schnell seine Nachrichten abzurufen. Wenn möglich, trennen Sie Ihre Internetverbindung für die Zeit des Schreibens. Sonst ist die wertvolle Zeit zum Schreiben mit unwichtigen Kleinigkeiten verschenkt worden.
          Vielleicht haben Sie die Möglichkeit sich ein Arbeitszimmer oder ein Gartenhäuschen einzurichten, in das Sie sich zurückziehen können. Wenn Sie wirklich viel schreiben wollen, müssen Sie auch die besten Voraussetzungen dafür schaffen.

          5) Wechseln Sie den Ort
          Wenn Sie am selben Schreibtisch schreiben, an dem Sie auch Ihre Steuererklärung oder Ihre mitgebrachte Arbeit erledigen, dann kann es leicht passieren, dass Ihr Unterbewusstsein diesen Ort mit Stress und Druck verbindet und das entspannte Schreiben sehr schwer fällt.
          Dann packen Sie Ihre Sachen und lassen die Schreibblockade zu Hause. Suchen Sie sich einen ruhigen oder inspirierenden Ort, der Sie auf neue Ideen bringt. Ein Café, ein Garten oder Park oder die Bibliothek sind besonders beliebt.

          6) Schreiben Sie im Dunkeln
          Eine wissenschaftliche Studie der TU Dortmund ergab, dass die Probanden im Dunkeln sehr viel mutiger in ihren Ideen waren und diese auch leichter zuließen. Ich selbst schreibe auch gern im Dunkeln. Ich glaube sogar, dass meine besten Textstücke in diesen Zeiten entstehen. Dazu sitze ich auf meinem Bett oder auf dem Boden und schreibe mit Stift und Papier. Einziges Licht ist eine kleine rosa Leselampe.Versuchen Sie es!

          7) Wechseln Sie die Position
          Große Namen wie etwa Leonardo da Vinci, Ernest Hemingway, Kierkegaard, Charles Dickens oder Virginia Woolf arbeiteten im Stehen. Es beeinflusst die Leistungsfähigkeit positiv, macht wacher und ist gesünder. Besonders, wenn Ihnen das lange Sitzen nicht nur auf die Nerven und das Gemüt schlägt, sondern auch auf den Rücken, sollten Sie es versuchen. Es gibt sehr schöne Stehpulte zu diesem Zweck.
          Oder Sie versuchen es mit Liegen. Im entspannten Liegen fließen die Gedanken besser, man lässt leichter los und findet Zugang zum Unbewussten. Autoren wie etwa Truman Capote, William Wordsworth oder Marcel Proust schrieben im Liegen. Achten Sie auf eine gute Position für Kopf, Nacken, Schultern und Schreibhand, um Verspannungen vorzubeugen. 

          8) Schalten Sie den Bildschirm aus
          Wenn Sie dazu neigen Ihre vorherigen Absätze immer wieder zu überfliegen oder zu bearbeiten dann schalten Sie den Bildschirm aus oder decken ihn ab und tippen einfach blind. Stellen Sie sicher, dass Ihre Finger auf den richtigen Tasten liegen oder schauen Sie Ihren Fingern einfach dabei zu, wie sie über die Tastatur fliegen.

          9) Schreiben Sie mit Stift und Papier oder iPad
          Was Sie ebenfalls verändern können ist Ihr Schreibwerkzeug. Eines der einfachsten Mittel gegen Blockaden ist das Schreiben von Hand. Und es ist eines der am häufigsten ignorierten Mittel. Ich selbst kann das gar nicht verstehen, denn ich bin ein begeisterter Stift und Papier-Schreiber. Das Schreiben bekommt eine ganz neue Bedeutung und jedes Wort wird besser überlegt. Der Autor ist nicht mehr nur dabei monoton Tasten zu drücken, sondern muss feinmotorisch mehr leisten. Auch die Hand- und Körperhaltung ist dabei anders, was zur Lösung einer Blockade beisteuern kann.
          Ich finde auch, dass sich beim Schreiben mit Stift und Papier die Stimmungen und Emotionen besser ausdrücken lassen.
          Eine andere Möglichkeit sich vom PC zu entfernen und das Medium zu wechseln stellt das iPad dar. Hier lassen sich ganz frei Gedanken und Ideen eintippen, ohne den Druck des Computers oder des Manuskripts. Versuchen Sie es einmal ohne ihren Computer, denn wenn der Blick auf den Bildschirm Sie blockiert, dann ist es egal, wo Sie mit ihm hingehen, Sie nehmen Ihre Blockade immer mit.

          10) Machen Sie eine kurze Pause
          Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, kann es auch Zeit für eine Pause sein, denn nach spätestens 90 Minuten konzentrierter Arbeit kann das Gehirn nicht mehr. Stehen Sie auf, gehen Sie an die frische Luft, trinken Sie einen Schluck kühles Wasser. Entspannung und Zerstreuung helfen, die Kreativität wieder aufblühen zu lassen. So überfallen uns oft geniale Ideen unter der Dusche, auf dem Klo, beim Ruhen auf dem Sofa oder beim Spaziergang. Monotone oder automatisierte Tätigkeiten fördern die guten Einfälle. Achten Sie allerdings darauf die Pause zeitlich zu begrenzen und keinen Raum für Vermeidungshandlungen zu lassen.

          11) Erst das Schreiben, dann das Editieren
          Viele Autoren begehen den Fehler, ihren schon geschriebenen Text immer wieder zu überfliegen und zu überarbeiten und damit den Schreibfluss stark zu stören. Dadurch wird der Text nie fertig.
          Versuchen Sie den Perfektionisten auszuschalten und Ihre Ideen fließen zu lassen, ohne sie für Verbesserungen zu unterbrechen. Korrigieren und Umformulieren können Sie später noch genug.
          Vielleicht haben Sie auch zu hohe Erwartungen an Ihren Textanfang und Ihr erstes Kapitel erscheint Ihnen nicht gut genug. So sehr, dass Sie immer wieder daran denken und es verbessern. Machen Sie sich klar, dass die erste Rohfassung genau das ist: Eine Rohfassung. Sie müssen sie nicht perfekt schreiben, niemand wird Ihren Text in diesem Stadium sehen.

          12) Disziplinieren Sie sich beim Schreiben
          Manchmal muss es sein und wir müssen uns zum Schreiben zwingen, etwa weil eine Deadline in Sichtweite rückt. Das beste Mittel gegen Schreibblockaden ist das Schreiben. Setzen Sie sich hin und versuchen Sie sich laut zum Schreiben zu treiben. Legen Sie fest, wie lange Sie schreiben wollen und wie viele Pausen Sie planen. Stellen Sie sich für die Schreibzeit eine Stoppuhr und versuchen Sie, in dieser Zeit wirklich zu schreiben. Falls es nicht gelingt, dann sitzen Sie Ihre Zeit ab. Erlauben Sie sich keine Vermeidungshandlungen. Ich empfehle hier das Schreiben in 20 Minuten Blöcken.

          13) Regelmäßig schreiben
          Professionelle Autoren und Vollzeitautoren kennen dieses Geheimnis. Sie schreiben täglich, zu möglichst festen Zeiten, an einem festen Ort eine feste Anzahl von Seiten oder Wörtern. Und sie leiden im Normalfall weniger unter Blockaden. Die Routine sorgt dafür, dass der Kopf genau in diesen Zeiten auf Kreativität schaltet, weil er darauf regelrecht programmiert wurde.
          Versuchen auch Sie es mit einer Schreibroutine. Was am Anfang noch schwer erscheint, geht nach wenigen Wochen wie von selbst und Sie generieren eine immer größere Menge an Text.

          14) Eine Deadline setzen
          Vielleicht kennen Sie das: Wochenlang haben Sie kaum etwas geschafft und plötzlich, als der Abgabetermin direkt bevorstand ging alles ganz schnell und der Text war fertig. Unter Zeitdruck können viele Menschen sehr gut arbeiten. Zeitdruck kann so auch Schreibblockaden lösen.
          Setzen Sie sich eine Deadline. Wenn das noch nicht an Druck ausreicht, erzählen Sie Freunden davon oder versprechen Sie, den ersten Entwurf dann vorzuzeigen.

          15) Beginnen Sie mittendrin
          Besonders der Gedanke an den "perfekten ersten Satz" kann stark hemmen. Halten Sie sich damit gar nicht auf. Beginnen Sie einfach irgendwo in der Mitte, an einer Stelle, für die Sie grade tolle Ideen haben, bei der Ihnen sofort etwas einfällt. Niemand sagt, dass Sie den Anfang auch als erstes schreiben müssen.
          Dies ist besonders leicht, wenn Sie den Text vorher genauer geplant haben. Dann können Sie sich ihre Liste von Kapiteln und Szenen anschauen und sich eine herauspicken, auf die Sie grade Lust haben. Die Feinabstimmung der Szenen kommt später mit der Überarbeitung des ganzen Textes.

          16) Warmschreiben mit anderen Texten
          Oft ist es schwer, sich direkt nach der Arbeit oder dem Haushalt hinzusetzen und am Manuskript zu schreiben. Hier kann das Warmschreiben mit anderen Texten helfen diese Hürde zu überwinden und in den gewohnten Schreibrythmus hineinzufinden.
          Sie können es mit Free Writing versuchen, bei dem es nur darum geht fünf Minuten ohne Pause niederzuschreiben, was Ihnen durch den Kopf geht. Oder Sie nutzen einen der vielen Writing Promts, die es zahlreich im Netz gibt.
          Sie können aber auch parallel an einem anderen Werk arbeiten, wenn Sie blockieren. Wer viel schreibt, arbeitet manchmal an verschiedenen Texten. Auch hier gibt es keine Regel, die besagt, dass erst ein Text abgeschlossen sein muss, bevor Sie mit dem nächsten beginnen können. Hakt es bei dem einem Text, wechseln Sie die Materie und widmen Sie sich einem anderen. Natürlich sollten Sie hier nicht zwischen unzähligen Texten hüpfen, zwei verschiedene Projekte reichen für diese Methode aus.

          17) Nutzen Sie Kreativitätstechniken
          Wer blockiert ist, kann seinem Köpfchen mit Brainstorming, Mind-Maps, der Gegenteilmethode oder der Walt Disney Methode auf die Sprünge helfen. Solche Techniken helfen dabei, neue Ideen zu entwickeln oder die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Es gibt eine Menge davon.
          Einige der bekanntesten und beliebtesten Kreativitätstechniken werde ich Ihnen hier auf FederKiel demnächst vorstellen.

          18) Lesen Sie andere Texte
          Lesen kann nicht nur Ihre Sprache verbessern, es kann auch Blockaden lösen. Andere Texte zu lesen kann inspirieren und je nach Genre und Stil dabei helfen, einen Einstieg in seinen eigenen Text zu finden. Lesen Sie sich in Ihr Genre ein, wenn es bei Ihnen hakt, und lassen Sie sich von Ihren Kollegen in die passende Stimmung versetzen. Es geht dabei nicht um Ideenklau, sondern darum, dass Sie Ihren Text weiterschreiben können.

          19) Schreiben Sie zusammen mit anderen
          Egal ob es sich dabei um eine richtige Schreibwerkstatt mit Coach handelt, oder um Ihre kleine Schreibgruppe mit Freunden, versuchen Sie es einfach mal, zusammen mit Anderen zu schreiben und zu planen. Andere Autoren können neue Ideen, Anregungen und Sichtweisen ergeben und es macht eine Menge Spaß.

          20) Erzählen Sie jemandem die Geschichte
          Wenn Sie es sich zutrauen, erzählen Sie einer lieben Person die Geschichte, die Sie schreiben wollen. Es hilft dabei, die Idee aus dem Kopf und in eine interessante Reihenfolge zu bringen. Das Gefühl für die eigene Geschichte wächst. Sie bekommen vielleicht Lust, die Geschichte aufzuschreiben, wenn Sie die spannenden Momente laut hören. Sie können hier auch ein Diktiergerät mitlaufen lassen, falls sich tolle Ideen und Formulierungen ergeben.

          21) Machen Sie Ihrem Ärger Luft 
          Manchmal hilft es nur noch den Ärger rauszulassen. Erzählen Sie Freunden von der Blockade, schimpfen Sie laut. Oder nehmen Sie sich ein Stück Papier und schreiben Sie sich Ihre Wut von der Seele. Keiner wird es lesen - Schimpfwörter ausdrücklich erlaubt!

          22) Entspannungstechniken gegen Stress und Druck 
          Wenn Sie glauben, dass Ihre Blockade durch Stress verursacht wird, bieten sich Spaziergänge oder Entspannungstechniken wie Meditation oder progressive Muskelentspannung an. Beim Spazierengehen sammeln Sie zudem viele neue Eindrücke und können Ihre Beobachtungen hinterher in Notizen festhalten. Bei kompletter Entspannung, wie etwa bei der Meditation, lernen die Gedanken häufig fliegen und es werden Ihnen sicherlich ein paar neue Ideen einfallen.

          23) Achten Sie auf Ihren Biorythmus 
          Wenn Sie Abends partout nicht mehr in der Lage sind kreativ zu sein, dann schaufeln Sie sich die Zeit zum Schreiben an anderer Stelle frei. Sind Sie ein Morgenmensch, der Vormittags am meisten schafft? Viele Autoren mit Brotjob schreiben morgens vor der Arbeit ihre Seiten. Testen Sie aus, zu welcher Tageszeit das Schreiben am besten klappt. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase wird es mit dem Schreiben wieder viel besser laufen.

          24) Verschaffen Sie sich gute Laune
          Gute Laune entspannt, fördert die Durchblutung und sorgt für Glückshormone. Was wäre besser für die Kreativität? Wenn mich der Stress komplett blockiert, und als Mutter kommt das durchaus häufiger vor, dann hilft es mir zu lachen. Für diesen Fall habe ich eine Sammlung von Outtakes meiner Lieblingsserien parat. Und Schokolade.
          Lachen hilft bei vielen Problemen, nicht umsonst gibt es die Lachtherapie.
          Suchen Sie sich Bilder oder Videos, die Sie garantiert zum Lachen bringen und legen Sie sich ein Ordner dafür an. Egal ob es Helge Schneider oder eher Loriot ist, der Sie amüsiert.
          Und wenn es wirklich nicht gelingt etwas einfach gelassen zu sehen, dann versuchen Sie es mit bitterbösem, schwarzem Humor und einem Schuss Ironie. Auch das kann schon hervorragend helfen.

          25) Glauben Sie an sich und an Ihr Projekt
          Negative Gedanken haben viel Macht und prägen Ihr Handeln. Streichen Sie die Negation aus Ihren Gedanken, sagen Sie sich "Das kann ich!"
          Mit einer positiven Einstellung schreibt es sich leichter und die guten Ideen werden nicht von vornherein blockiert. Wer dabei Hilfe braucht, dem empfehle ich die vielen Motivationssprüche und Zitate über das Schreiben, die Sie schnell über eine Suchmaschine finden können. Oder holen Sie sich Beistand von einem lieben Menschen, der an Sie glaubt und es Ihnen immer wieder sagt.


          Und jetzt setzen Sie sich ran an Ihren Text!


          Sonntag, 23. November 2014

          Und die dritte NaNoWriMo Woche ist um

          Diese Woche ist so schnell an mir vorbeigesaust, dass ich mich kaum an sie erinnern kann.
          Was habe ich eigentlich gemacht und geschafft diese Woche in Bezug auf den NaNo?

          Ein paar Sätze mehr sind es natürlich geworden bei meinem NaNo-Projekt und ich zermartere mir das Hirn auf der Suche nach einem noch besseren Titel. Gar nicht so einfach! Ich glaube, jeder kennt das Problem, dass alle richtig guten Titelideen natürlich schon existieren. Es sei denn, man hat den Wundereinfall. Sowas gab es bei mir auch schon. Ist aber selten.

          Wer mein letztes NaNoWriMo-Update gelesen hat, der weiß, dass mein Ziel diesen November nun ein anderes ist, als die 50.000 Wörter. Ich versuche durch den NaNo meinen täglichen Output zu verdoppeln. Mein Ziel sind erstmal die 2.000 Wörter pro Tag. Ich weiß ziemlich genau, dass ich das ohne Probleme schaffen kann, wenn ich mich erst daran gewöhnen und in meinen "faulen Momenten" den Stift in die Hand nehmen würde.

          Faule Momente kennt sicher jeder. Bei mir sind das die Momente, in denen ich, statt zu schreiben, lieber "kurz mal" bei Twitter und Facebook vorbeischaue oder "nur eine" Folge einer Serie gucke.
          Und schon ist wertvolle Zeit dahin.

          Diese Woche habe ich mein Ziel noch nicht erreicht, doch es liegt ja noch eine Woche NaNoWriMo vor mir. Es sind nach wie vor täglich irgendwas zwischen 1.000 und 1.500 Wörter, einen Tag mit 1.700 Wörtern habe ich allerdings geschafft.

          Wordcount gesamt: 18.639 Wörter
          Wörter pro Tag diese Woche: von 1.005 bis 1.727 pro Tag, im Schnitt 1.259 pro Tag

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          Mehr zum NaNoWriMo 2014 auf FederKiel:
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          Sonntag, 16. November 2014

          NaNoWriMo - Update für die zweite Woche

          Die zweite Woche lief zu meinem Bedauern nicht so rund, wie ich erwartet hatte.
          Das Hauptproblem diese Woche war weniger die fehlende Zeit, (auch wenn davon noch lange nicht genug vorhanden war) als vielmehr ein Problem mit der Geschichte, die ich schreibe.
          Es hat sich eine Frage zur Zeitepoche ergeben und ich habe zu viel Zeit mit Recherche verbracht.
          Im Grunde ist Recherchezeit gut investierte Zeit, wenn es um wichtige Fragen geht, nur im NaNoWriMo ist es natürlich wenig hilfreich für den Wordcount.

          Nach dieser Woche habe ich nun für mich beschlossen, die Recherche doch eher kurz zu halten und bei der Überarbeitung des Manuskripts etwas mehr Zeit einzuplanen.

          Ein Problem, das mich länger aufgehalten hat, war meine Unsicherheit bezüglich der Zeitreise meiner Hauptfigur. Sie trifft in der Geschichte unfreiwillig einen Prinzen. Nun gestaltete es sich allerdings schwieriger als erwartet, einen passenden Prinzen in der Weltgeschichte zu finden, der in Frage kam.
          Auch wenn mein Buch ganz klar Fantasy werden soll und kein Historyschinken, so möchte ich trotzdem, dass die vorkommenden Einzelheiten geschichtlich so korrekt wie möglich sind. Das betrifft besonders Personen, Kleidung und andere Details des Alltags.

          Mir war ja schon vor dem November bewusst, dass es schwer bis unmöglich werden wird die 50.000 Wörter zu erreichen, weshalb ich auch nicht sonderlich deprimiert sind, dass ich weit zurückhänge.
          Der NaNoWriMo hat mir trotzdem schon viel gebracht.
          Ich schaffe pro Tag nun mehr Wörter, als vor dem November und auch meine Schreibprobleme haben sich in Luft aufgelöst.
          Nach der Schreibpause vergangene Woche habe ich es geschafft, meinen täglichen Output zu verdoppeln, im Vergleich zu den vorherigen Monaten.
          Dies verdanke ich ganz klar dem NaNoWriMo.

          Und so wird es für mich in den nächsten Wochen auch weniger um das Ziel der 50.000 Wörter gehen, als vielmehr darum, meinen täglichen Output nochmals zu verdoppeln.
          Für mich ein lohnenswertes und erreichbares Ziel.

          Wörter pro Tag aktuell: 1000 bis 1500 Wörter
          NaNoWordcount total: 9824 Wörter

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          NaNoWriMo Update 1: NaNoWriMo - Die erste Woche ist um
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          Montag, 10. November 2014

          Von Stichpunkten zum Plot - Mind Map und Karten-Matrix

          Bei meinem Besuch in der Stadtbibliothek habe ich mir aus fünf zufällig gewählten Büchern fünf Stichpunkte gesucht, die ich zu einer Geschichte zusammenbasteln möchte.
          Diese waren:

            -Misslungenes Experiment von Zauberern
              -Angst vor einer Farbe
                -Geldgierige Person
                  -Mord mit Mistgabel in Nachbars Garten
                    -Kosmetikherstellung in eigener Küche

                      Daraus lässt sich sicherlich mit etwas Überlegung eine Idee stricken, doch eine einzige Idee macht noch keinen Roman. Die Idee bringt einem die Ausgangssituation und den Schluss und vielleicht auch das ein oder andere große Ereignis, doch um einen ganzen Roman daraus zu machen, muss auch das große Loch in der Mitte gefüllt werden.
                      Dafür sind weitere Ideen nötig.

                      Wie werden aus diesen Stichpunkten nun Ideen für einen ganzen Plot?
                      Sicherlich nicht von selbst. Wer hier wartet, bis die Muse ihn küsst, wird ewig warten müssen.
                      Hier heißt es aktiv werden: Brainstorming!

                      Ich habe für mich beschlossen, dass ich es erst einmal mit einer Mind Map versuche zu den Themen "Hexen" und "Mord". Dies ergab sich, da sich meine ersten Gedanken auf dem Rückweg von der Bibliothek um das "missglückte Experiment" und die "Kosmetikherstellung" rankten. Sofort hatte das Bild einer Hexe vor mir, die zu Hause in Eigenregie Cremes und Puder mischt und dabei Mist baut.

                      Der Mord ist für mich ein weiterer wichtiger Punkt, denn ein Mord ist immer etwas Großes. Ein Leben wurde ausgelöscht. Er wird also ein wichtiges Thema in der Geschichte werden.
                      Da ich meine Protagonistin nicht als Mörderin sehe, wird sie sich wohl mit dem Mord beschäftigen und ihn vielleicht versuchen aufzuklären. Zumindest halte ich eine Hexe, die selbstständig ihre Kosmetik braut, für jemanden, der auch selbst versucht einem Mordfall im Nachbargarten nachzugehen.

                      Die Mind Map

                      Meine Mind Map
                      Bei einer Mind Map schreibt man das entsprechende Wort in die Mitte eines Blattes und schreibt alles, was einem dazu direkt einfällt um das Wort herum. Dann verbindet man die Wörter per Strich mit dem Ursprungswort. Danach schaut man sich die neuen Stichwörter an und schreibt um diese herum wieder alles auf, was einem dazu einfällt. So geht man immer weiter vor, bis einem nichts mehr einfällt, oder das Blatt voll ist.

                      Hier mein erster Versuch der Mind Map zu Hexen und Mord. Sicherlich sind mir viele Punkte einfach nicht eingefallen, aber für den Anfang war es vollkommen ausreichend. In dieser Phase geht es nicht darum, nur aufzuschreiben, was man auch im Buch verwenden will, sondern einfach seinen Ideen freien Lauf zu lassen. So kann es passieren, dass viele Dinge auf der Mind Map später gar nicht in der Geschichte auftauchen.

                      Die Karten-Matrix

                      Diese vielen Wörter hängen nun zwar aneinander, ergeben aber immer noch keine Story. Vielmehr weiß man nun, was zu seinem Thema alles vorkommen kann in der Geschichte, oder sieht, was vorkommen sollte, was man ansprechen sollte.
                      Um solche Punkte miteinander zu vernetzen bieten sich Karteikarten an.
                      Bisher habe ich es so gehalten, dass ich meine fünf Stichpunkte jeweils auf eine Karteikarte geschrieben habe. Dann werden zwei gezogen, nebeneinander gelegt und in 5 Minuten versucht, diese Punkte zu verbinden und neue Ideen daraus zu ziehen. Wie z.B. oben schon angesprochen aus dem "Experiment" und der "Kosmetik" die Idee wurde, dass meine Hexe bei der Kosmetikherstellung Magie anwendet und es gewaltig schief geht. Dies ergab zusätzlich noch eine neue Karteikarte "verhextes Make Up".

                      Hier ein Bild meiner Karten-Matrix
                      Eine andere Variante ist, seine Punkte aus der Mind Map auf die Karten zu schreiben, und auch hier zwischen den Karten Verbindungen zu suchen, die neue Ideen bringen. So könnte man die Karten "Zauberspruch" und "Mordwaffe" ziehen, und es ergibt sich die Idee, dass die Mordwaffe verzaubert sein könnte.
                      Auch in diesem Schritt geht es um möglichst viele Ideen. Ob und wie sie später in der Geschichte Verwendung finden, ist nicht wichtig.

                      Da das Ziehen der Karten umständlich, nicht so übersichtlich und effizient ist, wie es sein könnte, empfiehlt es sich aus den Karten eine Matrix zu legen und nach einem Schema Karte für Karte abzuarbeiten und sie immer mit den umliegenden, noch nicht verwendeten Karten zu neuen Ideen zu vernetzen. Wer hier eine Anleitung für so eine Matrix braucht, dem kann ich "Kreativ mit der Matrix" von Richard Norden empfehlen.

                      Jetzt sind aus den Stichpunkten schon viele tolle Ideen geworden, aus denen man eine ganze Geschichte basteln kann. An dieser Stelle geht es dann nach dem NaNoWriMo weiter mit dem Plotbasteln, denn aktuell braucht mein NaNoWriMo-Roman meine volle Aufmerksamkeit.

                      Habt Ihr Lust mich und meine Hexe auf der Reise zu einem fertigen Buch zu begleiten?

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                      Hier der erste Teil: Ideenfindung einmal anders - Bücher-Dart in der Stadtbibliothek
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                      Freitag, 31. Oktober 2014

                      Morgen gehts los - NaNoWriMo 2014


                      Morgen ist es soweit und der Startschuss fällt für das wahnhafte herunterschreiben von 50.000 Wörtern in nur 30 Tagen.

                      Mittlerweile hat das Fieber nun auch die letzten Teilnehmer erreicht und jeder ist vertieft in Vorbereitungen und Finger-Yoga.
                      Auch ich habe meine letzten Vorbereitungen getroffen:

                      • Mein Notizbuch für den November ist ausgesucht, denn wer mich kennt, der weiß, dass es ohne bei mir nicht geht. 80% meiner Schreibzeit ergibt sich spontan, wenn mein Sohn sie mir lässt und diesen Momenten ist selten ein PC in Reichweite.
                      • Der Soundtrack zu meinem Schreibprojekt ist angelegt, um mich in die richtige Stimmung zu bringen und mich zusätzlich zu inspirieren.
                      • Ein Bilderordner wartet brav auf dem Laptop mit Inspirationsbildern, die ich im Laufe der letzten Wochen zusammengetragen habe.
                      • Mein innerer Lektor ist geknebelt und gefesselt im Schrank verstaut.

                      Es kann also losgehen!
                      Seid Ihr bereit?

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                      Meine Vorbereitungen für den NaNoWriMo 2014 bisher:
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                      Dienstag, 14. Oktober 2014

                      Vorbereitung für den NaNoWriMo 2014

                      Der Oktober ist nun zur Hälfte um und das heißt, in zwei Wochen ist es wieder soweit:
                      Der NaNoWriMo 2014 steht vor der Tür!

                      Für alle, die sich nun fragen, was der NaNoWriMo überhaupt ist, empfehle ich die Seite: http://nanowrimo.org/  Im Grunde geht es darum, in einem Monat magische 50.000 Wörter zu schreiben.

                      Letztes Jahr habe ich diese Zeit dafür genutzt, nach meiner Pause wieder ganz zurück zum (regelmäßigen) Schreiben zu finden und mein Blog komplett neu aufzuziehen. (FederKiel existiert schon seit 2010!)
                      In diesem Jahr möchte ich richtige Geschichten schreiben, um die 50.000 Wörter zu erreichen. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob in Form von Kurzgeschichten, oder ob ich mich tatsächlich an einen NaNoWriMo-Roman wagen soll.

                      Um mich spontan entscheiden zu können, bin ich dabei, für beides die Vorbereitungen zu treffen.
                      Etwas Planung tut gut, denn wenn man alles dem Zufall überlässt, kann der NaNoWriMo zu einer sehr stressigen Angelegenheit werden.
                      Ich bin ein Planer. Egal, ob für dieses Event oder für ein anderes Projekt. Besonders aber, wenn es darauf ankommt, in kurzer Zeit viel Output zu erzeugen, brauche ich meinen roten Faden.
                      Ich kann meine Zeit nicht damit verschwenden, über nächste Szenen nachzudenken. Das macht mich unruhig und ich schreibe schlechter.

                      Für den NaNoWriMo empfehle ich es, über die folgenden Punkte vorher nachzudenken:
                      • Genre
                      • Charaktere
                      • Erzählperspektive
                      • Handlungsort und Zeit
                      • Thema und Ende der Geschichte
                      Meine Planung ist da etwas genauer. Ich finde diese vorherige Planungsphase sehr schön, um mich auf den Monat einzustimmen und eine Art Vorfreude aufzubauen. Das fördert besonders die Produktivität an den ersten Tagen, und ein gelungener Start ist nunmal das Beste für jedes Projekt.
                      Das intensive Beschäftigen mit der Geschichte bringt mich dem Thema und den Figuren näher. Ein wichtiger Punkt, denn wenn ich meine Figuren nicht kenne, kann ich auch die Geschichte nicht erzählen und die Figuren nicht entsprechend handeln lassen.

                      Die Vorarbeit für den Roman ist soweit getan. Folgende Punkte fassen sie zusammen:
                      1. Brainstorming auf DinA4 Blatt (alle Ideen erlaubt, die auftauchen)
                      2. Zusammfassen der Kernidee/des Themas in einem einzigen (nicht zu langen) Satz.
                      3. Auflistung aller Charaktere mit einem kurzen Satz, wieso sie für die Geschichte wichtig sind - was ihr Part in der Geschichte ist
                      4. Ausarbeitung des 7-Punkte Systems für alle wichtigen Plotlines (Ausführliche Beschreibung des 7-Punkte Systems hier
                      5. Ausarbeitung der "Heldenreise" für meinen Hauptcharakter
                      6. Anlegen von ausführlichen Charakterbögen
                      7. Ausformulieren eines "Klappentexts" für das Buch
                      8. Suchen eines passenden Titels
                      Alle diese Punkte erledige ich vor dem 1.November. Damit bin ich auf der sicheren Seite.
                      Nun werde ich mich noch den Kurzgeschichten widmen. Dafür werde ich für eine gewisse Menge "Stoff" sorgen, indem ich vorher mehrere Kurzgeschichtenideen skizziere, aus denen ich mir dann eine einladende Idee nach der anderen aussuchen kann. Hierfür nutze ich verschiedene Arten der Ideenfindung, wie hier beschrieben. Am liebsten habe ich die Variante mit den Reizwörtern.

                      Nehmt ihr auch am NaNoWriMo teil? Wie bereitet ihr euch vor?

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                      Mehr zum Thema Plotten und Vorbereitung:
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                      Freitag, 22. August 2014

                      Schreibtagebuch Eintrag 13: Das Schreiben und die liebe Zeit

                      Es war einmal vor langer, langer Zeit, da gab es hier das letzte Update. Und dann wurde es still.

                      Es wurde still im Blog, es wurde still auf Facebook und etwas stiller auf Twitter.
                      Irgendwo musste ich mir etwas Zeit einsparen, denn im Alltag ging mir immer mehr davon verloren.
                      Schreibzeit wollte ich nicht opfern, Lesezeit auch nicht und die Zeit für meinen Sohn kam gar nicht in Frage.
                      Also mussten meine Onlineaktivitäten herhalten.


                      Leicht war es nicht, ich habe mich schuldig gefühlt. All die Blogposts, die nur darauf warteten, von mir fertig geschrieben zu werden... ich hörte sie weinen. Aber die Zeit zum eigentlichen Schreiben war wichtiger.
                      Denn was ist schon ein Schriftsteller, der nicht schreibt?

                      Ich dachte nun, ich melde mich mal wieder mit einem Eintrag des Schreibtagebuchs. Dem verflixten 13. auch noch. Bestimmt lag es nur daran...

                      Ich werde ja regelmäßig gefragt, wann denn ein Buch von mir fertig geschrieben ist und erscheint.
                      Ich möchte da auf die herrlichen Worte verweisen: "Es ist fertig, wenn es fertig ist."
                      Damit meine ich ja nicht nur das Schreiben der Rohfassung. Die wird von mir nicht einfach auf Papier geklatscht und in ein Ebub gequetscht.
                      Nach dem Schreiben kommt das Korrigieren und Editieren dran. Auch das braucht Zeit.
                      Und dann bleibt natürlich noch die Frage, ob ich es am Ende zuerst ein paar Verlagen anbieten will, oder selbst verlegen. Doch auch das will vorbereitet sein.
                      Also, nur Geduld!

                      Neben den Romanen zaubere ich zur Zeit Illustrationen für ein Kinderbuch. Das macht besonders viel Spaß und ich hoffe ab nächstem Jahr auch welche für andere (Kinderbuch-)Autoren machen zu können.

                      Der Plot meines kurzen Zeitreiseromans bekommt den letzten Schliff, gefällt mir nun sehr gut.
                      Ich weiß ja, dass viele gern vom Krimi hören möchten, aber da gibt es nichts Neues. Der Stand ist weiterhin: Ich bin dabei ihn komplett umzuschreiben und teste aktuell zwei Varianten.

                      Urlaub in Dänemark und die Sommerferien meines Mannes sind nun um, und ich bin wieder fleißig.

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                      Hier geht es zu Eintrag 12: Schreibtagebuch Eintrag 12: Cover Sneak Peek zu "Glutrot" und das Brechen von Regeln

                      Zum Anfang: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
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