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Dienstag, 11. März 2014
Schreibtagebuch Eintrag 11: Das Monster unter meinem Bett
Nachts wach im Bett zu liegen ist nicht nur ein Ärgernis, sondern auch äußerst gefährlich.
Zumindest, wenn man Autor ist.
Oder zumindest bei mir.
Die Dunkelheit und diese herrliche Stille sorgen dafür, dass meine Sinne nicht übermäßig strapaziert werden und mein Kopf sich beruhigen kann.
Anfangs ist das noch ganz schön. Meine Gedanken beginnen zu wandern, entspannt lasse ich sie gewähren, doch dann ist sie plötzlich da:
Die neue Idee.
Halb Engel, halb Dämon steht sie vor mir.
Als wäre das Monster unter meinem Bett hervorgekrochen um mich anzufallen.
Und diesem Monster ist es vollkommen egal, dass ich eigentlich grade an etwas ganz anderem arbeite.
Es will Aufmerksamkeit, und zwar jetzt gleich.
Zugegeben: Ich bin auch nicht sonderlich gut darin, das Monster in seine Schranken zu weisen, oder in seinen Käfig, wenn man so will.
Ich spinne einfach zu gern Geschichten, um bei so einer Chance Nein sagen zu können. Besonders nachts im kuschelig warmen Bett.
So beginnt es dann.
Zuerst verschwende ich meist um die 20 Minuten damit, die Idee ganz grob zu umreißen, sagen wir, einen ganz groben Plot zu entwickeln. Dieser hat sogar hin und wieder noch kein Ende. Es sind meist nur so 3 bis 5 Sätze, die mir vorschweben.
Dann gehen weitere 10 Minuten drauf, um die Figuren mit (vorläufigen) Namen zu bestücken, sonst wird mein Kopf beim Gedankenschreiben immer abgelenkt von dieser Umgewissheit.
Plötzlich habe ich gar keine Lust mehr zu schlafen. Grinsend und im Geiste vor mich hinredend liege ich da und genieße mein Kopfkino.
Als nächstes pickt sich mein Hirn eine der Kernszenen raus, die ich mir für die Geschichte überlegt habe und beginnt sie zu formulieren. Hier beackert es nun zum Teil fünf Sätze für locker 10 Minuten, fügt Nebensätze ein, streicht andere, stellt die Satzteile so lange um, bis es sitzt.
Irgendwann, meist nach der Pipi-Pause, fällt mir auf, wie viel Schlafenszeit ich schon mit Wachliegen verbracht habe und ich sage mir, dass ich dringend mal die Augen schließen und ins Traumland segeln sollte.
Doch eine andere Stimme wird laut. Sie erinnert mich daran, dass ich nach dem Aufwachen am nächsten Tag sicherlich tolle Formulierungen vergessen haben werde.
Also Notizbuch geschnappt und rein mit dem Text.
So wurde nun ein neues Monster geboren. Es ist klein und süß, mit viel Feuer und Regen. Ein Fantasy-Monster, mal wieder. Und es hat eine Geschichte zu erzählen, die Geschichte von Ria.
Hier ist es also, das jüngste Monster im Hause Kohrt, darf ich vorstellen: Die Glutrot-Saga
Mehr dazu, wenn wir uns näher kennengelernt haben.
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(Endlich bin ich mit den Einträgen des Schreibtagebuchs in der "Gegenwart" angekommen, habe also die letzten Monate aufgeholt und es wird von nun an kein Datum bei den Überschriften gebraucht. Dafür könnten die Einträge nun etwas kürzer ausfallen, gehen sie doch jetzt immer ganz aktuell online.)
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Hier geht es zu Eintrag 10: Schreibtagebuch Eintrag 10: Klappentexte und Kurzgeschichten
Zum Anfang: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
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Tipps zur Ideenfindung auf FederKiel:
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Freitag, 31. Januar 2014
Schreibtagebuch Eintrag 7: Hallo Schreibblockade
Februar 2011
Ich komme einfach nicht voran.
Seit Tagen sitze ich mit Stift und Notizzetteln über den zwei großen Papierbögen, auf die ich den Plot und das Brainstorming für weitere Ideen gepinselt habe.
Um mich herum türmen sich zerknüllte Notizzettel auf und bilden zusammen mit den Schokoriegeln eine idyllische Berglandschaft.
Ich habe bereits Mind Maps angelegt, Zeitung gelesen, deprimierende Nachrichten geschaut und bin in meinem Umfeld auf Ideenjagd gegangen. Doch der Erfolg blieb aus, nahrhafte Beute für meine Geschichte habe ich nicht gemacht.
Meine Verzweiflung trieb mich bereits in die Stadtbücherei, wo ich Romane durchblätterte, in der Hoffnung, eine tolle Idee klauen zu können. Einige Ideen waren durchaus gut, doch allein der Gedanke, sie einfach so zu verwenden, ließ mich meine Notizen vor Scham in den nächsten Mülleimer werfen.
Meine Abende verbringe ich nun damit, in meinem Manuskript zu blättern und das bereits vorhandene Material zu editieren. Irgendwas muss ich ja tun.
Aber mein Problem scheint sich nicht nur auf das Schreiben zu beschränken.
Es wird immer deutlicher, dass mich eine gewaltige Kreativitätsblockade erwischt hat.
Die Ideen für meine Zeichnungen und Comics gehen mir ebenfalls aus.
Bis jetzt habe ich mich gezwungen es weiter zu versuchen. Ich habe mich zum Zeichnen gezwungen, ich habe mich zum Plotten und Schreiben gezwungen.
Die Ausbeute ist mager, die Qualität mehr als schlecht und meine Laune wird sicherlich bald einen neuen Tiefpunkt erreichen.
Es ist wohl an der Zeit, sich mit dieser Blockade zu beschäftigen.
Heute ist ein kalter Wintertag, draußen stürzt grade der Himmel auf die Erde herab und ich kuschel mich mit Decke, Wärmflasche, Tee und Notizbuch auf mein geliebtes Sofa.
Ich möchte meine Gedanken zu einigen Fragen notieren, um meinem Problem näher zu kommen.
Was passiert grade bei mir?
Wie geht es mir?
Was erwarte ich von mir?
Wieso schreibe ich?
Welche äußeren Begebenheiten beschäftigen mich?
Am Ende steht die Frage, wie all diese notierten Dinge mit der Blockade zusammenhängen können.
Nach vielen Seiten voller Durcheinander ist im Grunde alles ganz einfach:
Ich habe zur Zeit keine Freude mehr an meinem Studium und stelle meinen Entschluss für diesen Berufszweig in Frage. Eigentlich will ich doch ganz andere Dinge tun, doch das habe ich viel zu spät verstanden. Finanziell könnte es besser aussehen, privat könnte ich glücklicher sein. Ich erwarte viel von mir, zu viel, und bin eigentlich dauerhaft von mir selbst enttäuscht. Dazu kommt noch der Gedanke, auch meine Eltern nicht enttäuschen zu wollen. Ich schreibe, um mich besser zu fühlen, fühle mich aber gleichzeitig schuldig, da das Schreiben mir Zeit zum lernen für die Uni nimmt und ich eh glaube, nie was veröffentlichen zu können. Mein Kopf ist voller negativer Gedanken und auch mit den diversen Arztbesuchen beschäftigt, da ich gesundheitlich die Arschkarte gezogen habe.
Im Grunde geht es mir zur Zeit also ziemlich scheiße.
Kein Wunder, dass mich der große Geistesblitz nicht anspringt.
Bewusst wahrgenommen habe ich das Ganze nicht.
Ich lege mein Notizbuch zur Seite, schalte den Fernseher ein und gönne mir entspanntes Nichtdenken.
Ich weiß, dass es nun darum geht, meine Probleme anzupacken und ich weiß auch, dass das alles andere als leicht wird.
Das Projekt "Roman" muss erstmal zurückstehen, bis sich der Knoten löst. Doch sicher nicht für immer.
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Hier geht es zu Eintrag 8: Schreibtagebuch Eintrag 8: Die erlösende Lösung
Hier geht es zu Eintrag 6: Schreibtagebuch Eintrag 6: Die Jagd nach dem Plot
Zum Anfang: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
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Mehr zum Thema Schreibblockade auf FederKiel:
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Ich komme einfach nicht voran.
Seit Tagen sitze ich mit Stift und Notizzetteln über den zwei großen Papierbögen, auf die ich den Plot und das Brainstorming für weitere Ideen gepinselt habe.
Um mich herum türmen sich zerknüllte Notizzettel auf und bilden zusammen mit den Schokoriegeln eine idyllische Berglandschaft.
Ich habe bereits Mind Maps angelegt, Zeitung gelesen, deprimierende Nachrichten geschaut und bin in meinem Umfeld auf Ideenjagd gegangen. Doch der Erfolg blieb aus, nahrhafte Beute für meine Geschichte habe ich nicht gemacht.
Meine Verzweiflung trieb mich bereits in die Stadtbücherei, wo ich Romane durchblätterte, in der Hoffnung, eine tolle Idee klauen zu können. Einige Ideen waren durchaus gut, doch allein der Gedanke, sie einfach so zu verwenden, ließ mich meine Notizen vor Scham in den nächsten Mülleimer werfen.
Meine Abende verbringe ich nun damit, in meinem Manuskript zu blättern und das bereits vorhandene Material zu editieren. Irgendwas muss ich ja tun.
Aber mein Problem scheint sich nicht nur auf das Schreiben zu beschränken.
Es wird immer deutlicher, dass mich eine gewaltige Kreativitätsblockade erwischt hat.
Die Ideen für meine Zeichnungen und Comics gehen mir ebenfalls aus.
Bis jetzt habe ich mich gezwungen es weiter zu versuchen. Ich habe mich zum Zeichnen gezwungen, ich habe mich zum Plotten und Schreiben gezwungen.
Die Ausbeute ist mager, die Qualität mehr als schlecht und meine Laune wird sicherlich bald einen neuen Tiefpunkt erreichen.
Es ist wohl an der Zeit, sich mit dieser Blockade zu beschäftigen.
Heute ist ein kalter Wintertag, draußen stürzt grade der Himmel auf die Erde herab und ich kuschel mich mit Decke, Wärmflasche, Tee und Notizbuch auf mein geliebtes Sofa.
Ich möchte meine Gedanken zu einigen Fragen notieren, um meinem Problem näher zu kommen.
Was passiert grade bei mir?
Wie geht es mir?
Was erwarte ich von mir?
Wieso schreibe ich?
Welche äußeren Begebenheiten beschäftigen mich?
Am Ende steht die Frage, wie all diese notierten Dinge mit der Blockade zusammenhängen können.
Nach vielen Seiten voller Durcheinander ist im Grunde alles ganz einfach:
Ich habe zur Zeit keine Freude mehr an meinem Studium und stelle meinen Entschluss für diesen Berufszweig in Frage. Eigentlich will ich doch ganz andere Dinge tun, doch das habe ich viel zu spät verstanden. Finanziell könnte es besser aussehen, privat könnte ich glücklicher sein. Ich erwarte viel von mir, zu viel, und bin eigentlich dauerhaft von mir selbst enttäuscht. Dazu kommt noch der Gedanke, auch meine Eltern nicht enttäuschen zu wollen. Ich schreibe, um mich besser zu fühlen, fühle mich aber gleichzeitig schuldig, da das Schreiben mir Zeit zum lernen für die Uni nimmt und ich eh glaube, nie was veröffentlichen zu können. Mein Kopf ist voller negativer Gedanken und auch mit den diversen Arztbesuchen beschäftigt, da ich gesundheitlich die Arschkarte gezogen habe.
Im Grunde geht es mir zur Zeit also ziemlich scheiße.
Kein Wunder, dass mich der große Geistesblitz nicht anspringt.
Bewusst wahrgenommen habe ich das Ganze nicht.
Ich lege mein Notizbuch zur Seite, schalte den Fernseher ein und gönne mir entspanntes Nichtdenken.
Ich weiß, dass es nun darum geht, meine Probleme anzupacken und ich weiß auch, dass das alles andere als leicht wird.
Das Projekt "Roman" muss erstmal zurückstehen, bis sich der Knoten löst. Doch sicher nicht für immer.
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Mittwoch, 15. Januar 2014
Warum schreibe ich? - Zitat der Woche
"If I don't write to empty my mind, I go mad." ~Lord Byron
"Warum schreiben Sie?" Oder "Warum schreibst du?" ist wahrscheinlich die am häufigsten gestellte Frage an jeden Autor. Und ich denke, auch der ein oder andere stellt sie sich selbst an einem gewissen Punkt seiner Schreiberitis.
In seiner Nachschrift aus dem bekannten Roman "Der Name der Rose" hat Umberto Eco eine ganz besondere Antwort darauf parat: "Ich habe einen Roman geschrieben, weil ich Lust dazu hatte. [...] Ich hatte den Drang, einen Mönch zu vergiften."
Ganz egal, ob uns die Lust zu morden oder die Lust zu lieben antreibt, wir alle haben unsere Gründe, wieso wir schreiben. Und ich möchte einmal versuchen in Worte zu fassen, wieso ich es tue.
Ich schreibe, weil ich gar nicht anders kann.
Seit ich denken kann, erfinde ich Dinge, Welten, Figuren. Sie purzeln einfach aus mir heraus, wie Regentropfen aus einer vollen Wolke. Schon als Kind wollte ich immer "Erfinder" werden. Und genau das ist es, was ich tue. Ich erfinde.
Schreiben heißt für mich, erschaffen. Ich verleihe einer Idee Leben. Vielleicht ist es mein Bedürfnis als Frau, dies zu tun. Der Prozess fasziniert mich. Er macht Geist zu Materie, Gedanken zu Worten.
Mit dem Schreiben ordne ich. Ich ordne meine Gedanken. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten: Mit dem Schreiben ordne ich mir die Welt.
Schreiben ist langsamer als Denken. Dadurch entschleunige ich meine Gedanken, die zu oft unerträglich rasen.
Niedergeschriebene Ideen jagen mich nicht mehr und ich habe Ruhe. Nicht zu Papier gebrachte Ideen brodeln in mir, wie ein Topf der überkocht. Ich werde unruhig, unzufrieden und schlussendlich krank.
Schreiben ermöglicht mir den Kontakt zu eigenen Teilpersönlichkeiten und die Möglichkeit, diese besser kennenzulernen und zu integrieren. Ich schreibe also, um mich besser zu verstehen.
Die Gründe für das Schreiben sind für jeden anders, und doch irgendwie gleich. Wir alle können oder wollen nicht anders. Uns alle bereichert das Schreiben, und wir bereichern die Welt.
Montag, 2. September 2013
Die Leiden des jungen Autors
Seit Tagen ist das Dokument mit dem Text meines Romans geöffnet und verweilt voll freudiger Erwartung minimiert im Hintergrund. Und verweilt und verweilt. Wartet und wartet auf eine neue Texteingabe. Die nicht kommt. Denn meine Muse scheint auf Urlaub. Hoffentlich bringt sie mir wenigstens ein Souvenir mit.
Vielleicht ist die Muse auch eingeschnappt. Ich habe, nach einer etwas längeren Schreibpause, das Manuskript wieder durchgeschaut und einige Passagen als "nochmal überarbeiten/neuschreiben" markiert oder gleich gelöscht. Kann also sein, dass mich die liebe Muse im Zuge größter Empörung einfach schmoren lässt. Sei es ihr gegönnt.
Ich werde die Zeit dieser Blockade überbrücken, indem ich die Einträge aus meinem Schreibtagebuch ausformuliere und online stelle. Die Einträge sind natürlich nicht zu jedem einzelnen Schreibtag, sondern immer zu bestimmten Abschnitten und Erfahrungen meines Schreibprozesses.
Ich hoffe sie unterhalten euch, geben Hilfestellung oder vermitteln einfach das Gefühl, mit dem einen oder anderen Problem nicht allein zu sein.
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Hier geht es zum ersten Eintrag: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
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Vielleicht ist die Muse auch eingeschnappt. Ich habe, nach einer etwas längeren Schreibpause, das Manuskript wieder durchgeschaut und einige Passagen als "nochmal überarbeiten/neuschreiben" markiert oder gleich gelöscht. Kann also sein, dass mich die liebe Muse im Zuge größter Empörung einfach schmoren lässt. Sei es ihr gegönnt.
Ich werde die Zeit dieser Blockade überbrücken, indem ich die Einträge aus meinem Schreibtagebuch ausformuliere und online stelle. Die Einträge sind natürlich nicht zu jedem einzelnen Schreibtag, sondern immer zu bestimmten Abschnitten und Erfahrungen meines Schreibprozesses.
Ich hoffe sie unterhalten euch, geben Hilfestellung oder vermitteln einfach das Gefühl, mit dem einen oder anderen Problem nicht allein zu sein.
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Hier geht es zum ersten Eintrag: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
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