Sonntag, 17. Januar 2016

Die Schafastrophe - Kurzgeschichte

Heute gibt es mal etwas zu lesen. Dies ist ein Beitrag für die Clue Writing Blogparade.
Es ging darum, eine Kurzgeschichte zu schreiben in denen die Clues Wohnblock, Flügel, Schaf,  Enthusiasmus, Teppichboden und Gewürznelke vorkommen. Für mehr Infos einfach hier gucken:
http://www.cluewriting.de/die-dritte-clue-writing-blogparade/
Mir ist da gleich die Idee für diese Kindergeschichte eingefallen. Viel Spaß beim lesen!


Die Schafastrophe


„Dreimal giftiger Krötenschleim, ganz stinkig sollst du Kissen sein!“
Voller Enthusiasmus schwang Mara ihren Zauberstab durch die Luft und öffnete wieder die Augen. Vorsichtig roch sie am Kissen ihres Bruders und seufzte.
„Och menno, schon wieder nicht geklappt.“
Seit einer Viertelstunde versuchte sie nun schon das Star-Wars-Kissen zu verhexen, doch es wollte ihr einfach nicht gelingen. Mittlerweile roch es mehr nach Gewürznelke, als nach dem gewünschten Hundehaufen.
Aber aufgeben war nicht drin. Morten hatte es verdient. Mara musste sich ganz dringend für die verzauberte Zahnbürste vom Wochenende rächen. Ihr Zwillingsbruder hatte ihr Klobürstengeschmack verpasst und Mara bemerkte es natürlich erst, als sie den Mund voller Klobürstenschaum hatte.
Sie wollte gerade zu einem neuen Versuch ansetzen, dem Kissen Fußgeruch zu hexen, als sie ihre Mutter aus dem Wohnzimmer rufen hörte: „Maraaa, Mooorten! Gleich ist Zeit für’s Bett! Hopp hopp, Zähne putzen!“ Und nach einer kurzen Pause fügte sie noch lauter hinzu: „Und keine Zauberei! Habt ihr mich verstanden?“
„Jaaahaaa …“, tönte es aus dem Flur. Mara zuckte zusammen. Sie hoffte nur, dass Morten jetzt nicht in sein Zimmer wollte und spähte durch den Türschlitz.
Ein paar Sekunden später lief ihr Bruder an der Zimmertür vorbei und rumpelte im Badezimmer herum. Erleichtert atmete Mara aus und schlich sich schnell aus dem Raum, um dann auf Höhe ihres eigenen Zimmers mit lauten Schritten in Richtung Badezimmer zu traben.
„Hey, Blödbacke!“, empfing Morten sie und dachte gar nicht daran am Waschbecken auch nur einen Zentimeter Platz zu machen.
„Rück rüber, Stinker.“ Mara streckte ihm die Zunge raus und drückte ihn mit der Schulter zur Seite. Morten hielt dagegen. Nach ein wenig Hin-und-her-Gedrängel hatten beide ungefähr die Hälfte an Platz vor dem Becken und gaben sich damit zufrieden.
Mara roch prüfend an ihrer Zahnbürste und Morten grinste breit.
„Keine Sorge, mit solchen Babyzaubern geb’ ich mich nicht mehr ab. Ich hab viel coolere gelernt!“
„Angeber …“, murmelte Mara, während sie ihre Zähne schrubbte.
„Bist ja nur neidisch, Babyhexe.“, zischte Morten und floh schnell aus dem Badezimmer, bevor seine Schwester ihn mit Zahnpastaschaum bespritzen konnte.
Gerade als Mara ihre Bettdecke zur Seite schlug und die Nachttischlampe anknipste hörte sie durch die Wand Mortens Stimme.
„Igitt, was müffelt hier denn so?! Maaraaa! Das zahl ich dir heim!“
Sie ließ sich auf ihr Bett fallen und kringelte sich vor Lachen. Auch, wenn das Kissen nicht nach Hundehaufen roch, war Mara recht zufrieden mit ihrer Arbeit. Morten würde sicherlich noch am nächsten Tag in der Schule nach Gewürznelken riechen.
Sie kroch unter ihre Bettdecke, machte das Licht aus und schloss die Augen. Doch sie war noch viel zu aufgekratzt, um jetzt einzuschlafen. Kurz überlegte sie, noch ein paar Minuten zu lesen, doch dann entschied sie sich für den Trick, den ihr ihre Oma gezeigt und der bisher immer wunderbar funktioniert hatte. Schafe zählen. Als Oma Elisa ihr zum ersten Mal davon erzählte, fand Mara die Idee ziemlich seltsam und ihre Oma ganz schön komisch. Aber dann hatte sie es doch ausprobiert und ist bisher nie weiter als bis zum Schaf Nummer 32 gekommen.
Mara schloss die Augen und konzentrierte sich. Als sie die Schafe gut vor ihrem inneren Auge sehen konnte, fing sie leise an zu zählen.
„Eins, zwei, drei …“, flüsterte sie in die Dunkelheit.
Plötzlich wirbelte ein Luftzug durchs Zimmer und Mara spürte etwas Schweres neben sich auf der Bettdecke landen. Erschrocken öffnete sie die Augen. Mitten auf ihrem Bett saß ein riesiges Schaf. „Määäh“, meckerte es Mara ins Gesicht.
Und da hörte sie schon Morten kichern. „Hihihi, du müsstest mal dein Gesicht sehen!“ prustete er los. Morten hatte sich auf dem Bauch durch die leicht geöffnete Tür gerobbt und lag nun mit den Beinen auf der Fußleiste in Maras Zimmer. Lachend drehte er sich auf den Rücken und trommelte mit den Füßen auf den Teppichboden.
„Du bist soooo blöd!“, fauchte Mara ihn an.
„Määäh“, rief das Schaf erneut.
„Pssst! Nicht so laut!“, zischte Mara. „Morten, lass es wieder verschwinden, sofort!“
„Kann ich nicht.“
„Was soll das denn jetzt heißen?“
„Der Zauber lässt irgendwann von selbst nach.“ Morten grinste.
Mara überlegte kurz, ob sie einfach ihren Eltern Bescheid sagen sollte, aber dann würde Morten sicherlich die Sache mit dem Stinkekissen petzen. Das würde Ärger geben.
Sie musste sich selbst um das wollige Problem kümmern.
Kurz dachte sie nach, dann hatte sie eine Idee und schnappte sich ihren Zauberstab aus der Nachttischschublade. Vielleicht würde ja eine Abwandlung des Flecken-entfern-Spruchs auch dieses riesige Schaf von ihrem Bett entfernen können.
„Ich wünsch mir mein Bettchen wieder rein, du großes Schaf sollst jetzt nicht mehr sein!“
Gebannt starrte sie auf das Tier. Auch Morten war verdächtig still geworden.
Plötzlich fing das lockige Fell an zu zittern. Zuerst nur ganz leicht, dann immer stärker und stärker, bis das Schaf mit einem letzten lauten „Mäh“ explodierte. Überall im Zimmer regnete es kleine Miniaturschafe auf den Teppichboden. Die Luft war erfüllt vom leisen Meckern tausender lebender Wattebälle.
„Oh nein!“ Mara wedelte panisch mit ihrem Zauberstab in der Luft herum und Morten musste aufstehen, um nicht unter der Schafwolke begraben zu werden. Die kleinen Schäfchen hüpften wie Flummis vor den beiden Kindern auf und ab. Mara versuchte ein paar von ihnen einzufangen, doch sie kletterten von ihrem Arm auf Kopf und Schultern und eines von ihnen fing an, Maras Haare zu fressen.
Morten konnte sich kaum noch auf den Beinen halten vor lachen.
„Hilf mir gefälligst, sonst hex ich dir welche von den Dingern in dein Zimmer!“
„Pff, das schaffst du ja gar nicht!“
„Na, dann trag ich sie halt rüber!“
Morten verzog den Mund. „Na gut, überredet. Hast du eine Idee?“
„Ich? Es war dein Schaf. Und du bist doch der ach so tolle Zauberer hier.“
„Wieso mein Schaf? Du hast das hergeträumt. Außerdem hast DU es in tausend kleine Watteballschafe explodieren lassen!“ Wieder fing er an zu kichern.
„Was machen wir denn jetzt? Wir können sie nicht alle zur Haustür raus scheuchen, das würden Mama und Papa bemerken.“ Mara pulte sich eins der Minischafe aus den Haaren.
„Wir machen einfach das Fenster auf und schaufeln sie raus!“
„Bist du wahnsinnig? Die armen Schäfchen!“ Empört schüttelte sie den Kopf.
„Dass die doofen Dinger auch nicht fliegen können…“, murmelte Morten.
„Hey, wieso denn nicht? Ich wette zusammen kriegen wir das hin!“
Nachdem sie ein paar Minuten über einen passenden Spruch gestritten hatten, waren die Zwillinge sich einig und hoben ihre Zauberstäbe in die Luft. Morten sah noch einmal rüber zu Mara und diese nickte. Sie sprachen die Worte gemeinsam.
„Tausende Schafe auf dem Boden hier, jedem Schaf zwei Flügel, das wünsch ich mir!“
Zwei kleine Lichtkugeln schossen aus den Spitzen der Zauberstäbe und flogen wie Blitze im Zickzack von Schaf zu Schaf. Und tatsächlich! Jedem kleinen Watteballschäfchen wuchsen zwei winzig keine Flügel auf dem Rücken.
„Es klappt!“, rief Mara begeistert und die ersten Schäfchen hoben vom Boden ab und flatterten wie große weiße Hummeln umher.
Morten lief schnell zum Fenster und öffnete es. „Treib sie hier her!“
Mara schob vorsichtig einen Schwarm Schäfchen zu ihrem Bruder herüber und die weißen Bälle flogen in die Nacht hinaus. Ihr Fell schimmerte im Mondlicht, während sie eine große Runde um den Wohnblock flogen. Mara und Morten schauten ihnen hinterher.
Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie alle Schäfchen erwischt und aus dem Raum geschafft hatten. Erschöpft standen die Zwillinge am offenen Fenster und betrachteten die Lichter der Nachbarschaft.
„Hoffentlich lässt dein Zauber bis morgen nach. Ich habe keine Ahnung, wie wir Mama und Papa die vielen geflügelten Schäfchen auf dem Balkon erklären sollen.“
Morten sah zum Balkon seiner Eltern herüber und fing bei dem Anblick der hüpfenden Schäfchen sofort wieder an zu kichern. Und diesmal musste auch Mara mitlachen. 


Montag, 11. Januar 2016

8 gute Gründe für Personal Branding



Das eigene „Ich“ als Marke zu positionieren ist nicht nur etwas für Prominente, sondern für alle, die auf ihrem Gebiet wahrgenommen werden wollen – also auch etwas für Autoren.
Personal Branding bedeutet dabei, sich selbst zu vermarkten.
Das Ziel ist, wahrgenommen zu werden und im Gedächtnis zu bleiben und so langfristigen Erfolg zu erreichen.


Personal Branding ist noch immer kein Standard


Für eine erfolgreiche Markenbildung werden heute vor allem digitale Kanäle genutzt. Dazu gehören auch die vielen Social-Media-Kanäle und Netzwerkplattformen.
Hier kannst du über die Markenbildung hinaus Kontakte knüpfen und ein Netzwerk aufbauen, das dir auch dabei helfen kann, neue Projekte zu verwirklichen.

Wieso also ergreifen viele Autoren diese großartige und einfache Möglichkeit zur Selbstvermarktung und Kontaktfindung nicht? Wieso trauen sie sich online nicht, was sie im Alltag ganz selbstverständlich tun? – Von sich selbst und ihrem Buch zu erzählen und Gleichgesinnte zu suchen.

Ob du die Möglichkeiten des Social Media voll ausnutzt, hat natürlich damit zu tun, was für ein Mensch du bist. Nicht jeder findet es einfach, in der Öffentlichkeit zu stehen, selbst wenn es nur um ein paar hundert Follower geht. Manch einer hat auch Angst vor Kritik und Reaktionen auf sich und seine Werke.
Ältere Autoren haben Probleme mit dem Internet an sich und trauen sich oft den Umgang mit Social Media und der dazu nötigen Technik nicht zu.

Doch mit dieser Scheu den Netzwerken gegenüber vergibt ein Autor viele Möglichkeiten. Die Risiken und Nebenwirkungen sind überschaubar und wer der Vermarktung über diese Kanäle eine Chance gibt, wird bemerken, wie erstaunlich schnell er sich einlebt. Heutzutage gibt es außerdem Experten auf jedem Gebiet, die ihr Wissen schnell und einfach mit der Welt teilen. Jeder kann lernen mit Social Media umzugehen und das Beste für sich dabei herauszuholen.


Gute Gründe für eine Eigenmarke und den Schritt in die Öffentlichkeit


Die Gründe, die für den Aufbau deiner Eigenmarke sprechen, sind zahlreich:

  • Es herrscht große Konkurrenz und ein Überangebot von Buchtiteln, besonders seit es mit Self-Publishing einfach geworden ist, ein Buch zu veröffentlichen. Dich bekannt zu machen und präsent zu sein, ist wichtiger als jemals zuvor.
  • Abgrenzung von der Konkurrenz und ein hoher Wiedererkennungswert sind wichtig für deinen Erfolg als Autor.
  • Leser finden leichter Zugang zu einem Menschen als zu einem Objekt. Sie können sich emotional leichter binden und besser identifizieren. Durch Kommunikation über Social Media wirst du als Mensch greifbar und nah.
  • Sich im Social Media zu präsentieren macht Spaß. Die Aufmerksamkeit und Wertschätzung hilft besonders in schweren Zeiten von Schreibblockaden und Zweifeln.
  • Branding hilft dir, zu dir selbst zu finden, da du dich fragen musst, für was du stehen und wie du wahrgenommen werden willst.
  • Durch ein großes Netzwerk kannst du leicht Beziehungen und Kontakte knüpfen. Ob du nun ein Buchcover oder einen Lektor brauchst, es gibt immer Jemanden, der Jemanden kennt.
  • Ideen können früh getestet werden. Du siehst schnell, wie groß das Interesse und damit das potentielle Publikum für eine neue Geschichte ist.
  • Nicht zuletzt heißt ein höherer Bekanntheitsgrad in der Regel auch mehr Verkäufe.

Um erfolgreich zu sein in diesem riesigen Becken voller Verlagsautoren, Self-Publisher und Hybridautoren musst du vor allem mutig sein. Mutig genug, um Neues auszuprobieren. Mutig genug, um dich der Welt zu präsentieren.

Für nachhaltiges Personal Branding ist es sinnvoll, dass du dir neben deinen Social Media Kanälen auch eine Homepage zulegst, auf du deine Marke noch stärker darstellen kannst. Vielleicht hast du auch Lust auf ein Blog, mit dem du deine Fans auf dem Laufenden hältst.

Und wann baust du deine Eigenmarke auf?

Lies hier mehr darüber, wie du das am besten machst:
Social Media und der Autor - mehr als Brand Awareness



Mittwoch, 16. Dezember 2015

Gedanken bei Kerzenschein - Weihnachtsgeschichten


Heute, den 16. Dezember 2015, erscheint "Gedanken bei Kerzenschein".
Sieben Autoren des online Magazins "Schreibmeer" haben Kurzgeschichten verfasst, um euch mit weihnachtlichem Lesestoff zu versorgen. Die vertretenen Geschichten reichen von fröhlich-besinnlich bis trashig-brutal und sind somit etwas für jeden Geschmack.

Der Erlös geht komplett an gegen-missbrauch e.V. !

Was euch erwartet:


  • Raue Nächte von Anki M. ist eine besinnliche Wintergeschichte über traditionelle deutsche Bräuche zur kalten Jahreszeit.
  • In Feurige Weihnachten von Madita Kohrt geht es um Weihnachtsmagier, die die verschwundenen Weihnachtsgeschenke wiederfinden müssen. Eine spannungsgeladene Jugend-Fantasy-Weihnachtsgeschichte.
  • Das Weihnachtsfenster von Jennifer Steele liefert uns ein traurig-melancholisches Weihnachtsportrait.
  • Der Weihnachtsmann ist in Not! In Rettungsaktion Weihnachtsmann von Mimi Gaißer könnt ihr nachlesen, was ihm zugestoßen ist.
  • Ein apokalyptisches Weihnachtsszenario liefern uns Die unheimlichen Drei Könige von Sabi Lianne. Nichts für schwache Nerven!
  • Tinka Beere erzählt uns ein modernes und besinnliches Weihnachtsmärchen mit Der Nussknacker und das Mädchen.
  • Abgefahren und trashig geht es in der letzten Geschichte Familienmord zu Weihnachten von Jack Ressel zu. Wie der Titel schon sagt, geht es auch hier etwas härter zur Sache.


Hier ein paar Zeilen aus meiner Geschichte "Feurige Weihnachten"


Die Axt des Orks zischte wenige Zentimeter an Finn vorbei und schlug knirschend im Schnee ein.
„Los komm! Lauf!“, schrie er und griff nach Mayas Hand. Der Nordpolschnee reichte ihnen fast bis zu den Knien und so stolperten sie mehr, als dass sie rannten. Aus der Ferne hörten sie das heisere Brüllen weiterer Orks. Auch ihr Verfolger hatte Mühe im hohen Schnee Halt zu finden, doch ihn ganz abzuhängen schafften sie nicht.
„Was sollen wir jetzt machen, Finn?“, rief Maya.
„Erst brauchen wir ein sicheres Versteck, dann sehen wir weiter!“
Plötzlich verlor Maya das Gleichgewicht und verschwand fast völlig im Schnee. Finn reagierte schnell. Mit einem kräftigen Ruck zog er sie wieder auf die Beine und zu einer kleinen Reihe Felsen hinüber, hinter denen sie sich verstecken konnten. Ihr Atem ging schnell. Kleine Wölkchen stiegen vor ihren Gesichtern auf und Maya vergrub die Hände in ihrem langen dunklen Mantel, um ihre Finger wieder zu wärmen.
„Kannst du nicht irgendwas zaubern?“, flüsterte Maya mit zittriger Stimme. Sie war vom Sturz völlig durchnässt und als Zauberanfängerin mit der Situation komplett überfordert.
„Vielleicht. Mal sehen, was ich hier noch hab.“ Finn wühlte in seinem schwarzen Materialbeutel. „Viel ist es nicht.“ Er zog eine kleine rote Kerze hervor und blickte sich um.
Die Schreie der Orks kamen immer näher. Maya warf einen kurzen Blick über den Felsen und zuckte vor Schreck zurück.
„Sie sind gleich hier!“, zischte sie.
Ein paar Meter weiter sah Finn einige Tannen und sprang plötzlich auf.
„Maya, hast du noch Streichhölzer?“
„Ja, wieso?“
„Ich hab eine Idee! Komm mit!“

Wenn du wissen möchtest, wie es mit Finn und Maya weitergeht, dann schnapp dir jetzt das eBook bei einem der folgenden Händler:



Wir würden uns sehr über eure Unterstützung und die Verbreitung freuen.



Mittwoch, 28. Oktober 2015

Meine NaNoWriMo Vorbereitung



Der November rückt näher - Der NaNoWriMo steht vor der Tür!

Wer sich nun fragt, was der NaNoWriMo ist: http://nanowrimo.org/
Im Grunde geht es darum, in einem Monat magische 50.000 Wörter zu schreiben.

Wie ihr wisst, bin ich ein Planer - egal, um welches Projekt es geht.
Ich überlasse nicht alles dem Zufall, denn dann öffne ich Stress und Blockaden Tür und Tor.
Ich empfinde es als angenehm, beim schreiben schon einen roten Faden zu haben, an dem ich entlangspazieren kann. Außerdem spart es mir Zeit. Als Mutter habe ich davon nicht gerade viel.
Ich kann meine Zeit im NaNoWriMo nicht damit verschwenden, über nächste Szenen nachzudenken. Das macht mich unruhig und ich schreibe schlechter.
Und ganz ehrlich? Das ganze Planen und Vorarbeiten macht mir richtig großen Spaß.

Aber was mache ich eigentlich alles vor dem NaNoWriMo? 


    • Brainstorming auf DinA4 Blatt. Zumindest dann, wenn ich bisher nur eine grobe Idee habe und noch viel Material brauche, um eine ganze und stimmige Geschichte daraus zu machen. Dabei sind alle Ideen erlaubt, die auftauchen. Mir ist beim Brainstorming völlig egal, ob die Ideen später überhaupt in der Geschichte auftauchen. Die besten und passensten Ideen schreibe ich mir raus. Den Zettel behalte ich aber, falls ich später Löcher entdecke oder zusätzliche Ideen brauche. 
    • Pitchen. Also einen Pitch oder eine Logline schreiben. Das ist das Zusammfassen der Kernidee/des Themas in einem einzigen Satz.
    • Plotten. Ausarbeitung des 7-Punkte Systems für alle wichtigen Handlungsstränge. Ich lege besonderen Wert auf die Ausarbeitung der 7-Punkte für alle Subplots, da ich sicher gehen will, dass sie spannend genug und in sich stimmig sind. (Ausführliche Beschreibung des 7-Punkte Systems hier
    • Ausarbeitung der "Heldenreise" für meine Hauptfigur. Die Heldenreise nehme ich so genau, wie es meine Geschichte erlaubt. Zur Not fällt etwas weg. Mir ist es wichtig, dass meine Hauptfigur (und die wichtigsten Nebenfiguren) im Verlauf der Geschichte eine vernünftige Entwicklung durchmacht. 
    • Charakterliste. Auflistung aller Charaktere mit einem kurzen Satz, wieso sie für die Geschichte wichtig sind - was ihr Part in der Geschichte ist. Wer nicht wichtig genug ist, fliegt wieder raus oder muss mir eine bessere Erklärung für seine Existenz liefern.
    • Anlegen von ausführlichen Charakterbögen mit Hintergrundgeschichte, Vorlieben und Abneigungen, Träumen und Ängsten, Eigenheiten, Hobbies und was mir sonst noch einfällt. Manchmal lasse ich meinen Charakter auch einen Monolog über sich und sein Leben erzählen.
    • Ausformulieren eines Klappentexts für das Buch. Oder ein Werbetext oder Teaser. Wie auch immer man das nun nennen will. Eine kurze Zusammenfassung von 5 bis 10 Sätzen. Mir hilft das ganz besonders dabei, den Kern der Geschichte zu erfassen und zu sehen, ob sie überhaupt funktioniert.
    • Suchen eines passenden Titels oder Arbeitstitels. Ohne kann ich einfach nicht schreiben.
    • Mein Notizbuch für den November aussuchen, denn wer mich kennt, der weiß, dass es ohne bei mir nicht geht. 80% meiner Schreibzeit ergibt sich spontan, wenn mein Sohn sie mir lässt und in diesen Momenten ist selten ein PC in Reichweite.
    • Den Soundtrack zu meinem Schreibprojekt zusammenstellen, um mich in die richtige Stimmung zu bringen und mich zusätzlich zu inspirieren. Hilft mir auch oft bei Hängern.
    • Einen Bilderordner mit Inspirationsbildern erstellen, die mit der Welt, der Idee oder den Figuren zu tun haben. Seit ich Pinterest entdeckt habe, lege ich dort diese Ordner an. Auf Pinterest finde ich einfach die tollsten Bilder dafür. (Die Ordner kann man privat schalten, um nichts zu verraten.)


    Was macht ihr vor dem NaNoWriMo? Wie bereitet ihr euch vor?




        Sonntag, 13. September 2015

        Schreibtagebuch Eintrag 20 - Die Schule erwacht zum Leben


        Was habe ich geschrieben und gelesen im August?


        Projekt Rotschopf


        Wegen eines Logikfehlers in der Story habe ich für dieses Projekt noch einmal an dem 7-Punkte System und der Heldenreise gearbeitet und den Szenenplan aufgeräumt.

        Geschrieben habe ich vor allem an der Beschreibung der Schule und der Schüler, auch wenn vieles davon später nicht im Buch auftauchen wird. Ich stelle mir die Schule in dieser Geschichte sehr alt und gotisch vor, jedoch gut erhalten. Als Harry Potter Fan musste ich natürlich auch geheime Gänge und verbotene Bereiche hineinschreiben. Ich konnte nicht anders.
        Die Schule



        Woran habe ich sonst geschrieben?


        In erster Linie am Schreibmeer-Geheimprojekt.
        Den Namen des Protas kann ich schon mal verraten: Er heißt Finn!
        die Zielgruppe ist eher unter den jüngeren Lesern zu suchen.

        Dann habe ich für das online Magazin Schreibmeer noch einen Artikel verfasst:
        Die 3-Akte Struktur


        Gelesen im August

         
        Kinder- und Jugendbuch schreiben - Anna Kerkel

        Über das Schreiben - Sol Stein

        Aller Tage Abend (Nightside Band 11) - Simon R. Green

        Die wirkliche Mittelerde (Tolkiens Mythologie und ihre Wurzel im Mittelalter) - Arnulf Krause


        -----
        Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 19:
        Zurück aus der Sommerpause
        -----


        Freitag, 4. September 2015

        Handlungsorte - über die Wahl des Wo




        Der Handlungsort eines Romans ist so wichtig wie die Figur, die Wende- und Höhepunkte und die Konflikte, um die es geht. Er ist der Lebensraum der Hauptfigur und hat sie geprägt. Er ist der Austragungsort des Hauptkonflikts. Er muss gut ausgearbeitet werden.

        Beim Entwickeln des Handlungsorts geht es aber nicht nur um die Frage des Wo, sondern auch um das Wann. Frage dich beim schreiben nicht nur, wie es in der von dir gewählten Stadt aussieht, sondern auch, wie es zu der Zeit dort aussieht oder ausgesehen hat, die du für die Geschichte gewählt hast. Recherchiere z.B., was zu der gewählten Zeit für Meldungen durch die Nachrichten gingen, ob es eine Rekordhitze oder vielleicht ungewöhnlich starke Regenfälle gab oder ob das Haus, in dem dein Showdown spielt, zu der Zeit überhaupt schon existierte.

        Ich bin immer enttäuscht und auch etwas verärgert, wenn ich über meine Stadt Kiel so einen schrecklichen Klischeesatz lese wie:
        „Mein Blick streifte über das Hafenwasser. Die Luft roch salzig und in der Ferne kreischte eine Möwe.“

        Der Autor dieser Zeilen war wohl noch nie hier. Woher ich das weiß?
        Es riecht nicht salzig, wenn ich an der Hörn stehe und auf das Wasser blicke. Je nach Zeit und genauem Standort riecht es nach dem Essen der Restaurants oder nach dem Popcorn des Cinemaxx. Ich liebe es, wenn es am Wasser nach Popcorn riecht!

        Und was ich dort höre sind weniger die Möwen, als viel mehr die Musik des Akkordeon- oder des Flötenspielers auf der Brücke. Zur rechten Zeit höre ich auch den Lastentransport, der die Ladung eines Schiffes abholt oder das Geräusch hunderter kleiner Plastikräder auf dem Pflaster, wenn die Masse an skandinavischen Touristen eines der großen Schiffe verlassen hat und alle ihre Rollkoffer hinter sich herziehen. 
        DAS ist ein Spektakel, das sich zu beschreiben lohnt! Und nicht so eine heisere Möwe.

        Worauf ich damit hinaus will?
        Wenn man niemals den Ort des Geschehens live erlebt hat, kann man ihn auch in seinen Texten nicht lebendig machen.
        Man kann es versuchen und sich vorstellen, wie es dort wäre, aber es wird nicht wirklich echt sein. Es wird allenfalls ein Zombie werden.
        Und die Leser sind nicht blöd. Sie merken das. Selbst, wenn sie nicht genau wissen, was sie da merken, wird ein fader Beigeschmack bleiben.

        Was fehlt sind einfach die speziellen Eigenheiten des Ortes. Etwas, das den Ort in der Geschichte nicht austauschbar macht.
        Ein austauschbarer Handlungsort ist etwas Schreckliches. Wenn die Handlung gefühlt überall spielen könnte, weil alles zum Ort im Text vage bleibt oder in Klischees abdriftet, dann fehlt dem Leser meist etwas. Zumindest mir geht es so. Der Sog in die Geschichte bleibt für mich aus. Ich möchte mich in das Setting hineinfühlen können. Ich möchte wissen, wie es dort aussieht, wie es dort riecht, wie die Luft dort ist und ob ich Fabriken oder eher eine Grille hören kann.

        Wenn du bei deiner Beschreibung vage bleiben musst, weil du dich am gewählten Ort einfach nicht auskennst, dann kannst du deine Geschichte auch gleich dort spielen lassen, wo du heimisch bist oder einmal warst.

        Es ist einfach leichter für den Autor und schöner für den Leser, wenn sich der Schreiber am Ort seiner Geschichte auskennt.

        -----
        Weitere Artikel, die dich interessieren könnten: 

        Charaktere, die treibende Kraft

        Nebenfiguren im Roman
        -----


        Freitag, 14. August 2015

        Schreibtagebuch Eintrag 19 - Zurück aus der Sommerpause


        Hiermit melde ich mich zurück aus meiner unfreiwilligen Sommerpause.

        Ich schulde euch noch die Updates aus Juni und Juli. Was habe ich also diesen Sommer gemacht?

        Ich arbeite zur Zeit ausschließlich an Projekt "Rotschopf", da ich den übergreifenden Plot meines Schattenläufer-Projekts fertig habe, recht zufrieden damit bin und es nun erst einmal ruhen lassen muss für den nötigen Abstand.


        Projekt "Rotschopf"


        Ich habe die ersten Kapitel sowohl in der Ich-Form als auch aus der Erzähler-Perspektive aufgeschrieben, um sie zu vergleichen. Auch wenn die Ich-Form ganz gut zur Zielgruppe passt, gefällt sie mir nicht so besonders. Mir fehlen die Möglichkeiten, die der Ezähler hat, um Dinge zu erwähnen, die meiner Protagonistin nicht auffallen. Und das sind in dieser mysteriösen, kleinen Stadt zu Beginn so einige.

        Nur eine einzige Werbung für das Projekt bleibt in der Ich-Form. Ein hübsches Bild mit Text. Ich freue mich schon sehr darauf, es euch zu zeigen. Allzu lange dauert es nicht mehr!

        In der Story ist meine Protagonistin gerade drei üblen Jungs in die Arme gelaufen, den Campanello-Brüdern. Man munkelt, es gäbe Orks in der Ahnenreihe der Campanellos. Ihrem Aussehen und ihrer Intelligenz nach zu urteilen, könnte an dem Gerücht etwas dran sein.
        Ob ihr jemand helfen wird? Tja, ich weiß natürlich, was passiert. Was meint ihr?



        Was war sonst los?


        An einem Besuchswochenende bei meiner Familie habe ich zum Spaß an einer Kurzgeschichte geschrieben, die vom ersten Fall meiner Krimi-Heldin Erin Reid erzählt, nachdem sie an ihren jetzigen Arbeitsplatz versetzt wurde.
        Es ging mir dabei vor allem darum, die Örtlichkeiten und Figuren noch besser kennenzulernen und das erste Aufeinandertreffen meines Krimiteams zu erleben.

        Im Juli ist ein neuer Artikel von mir im online Magazin "Schreibmeer" erschienen:
        "Welches soziale Netzwerk ist das richtige?"

        Ich hatte im Juli dazu noch einen ziemlichen Hänger was das Schreiben anging. Nicht nur die Geschichten, auch die Blogbeiträge wollten einfach nicht raus. Schwer zu sagen, ob es Stress, Selbstzweifel oder die Müdigkeit war - vielleicht alle drei Monster zusammen.
        Beste Helfer waren Luftpolsterfolie, ein sehr glücklicher Glückskeksinhalt und die liebe Anne Colwey.
        Der coolste Glückskeks-Zettel ever

         

        Gelesen im Juni und Juli


        Die Leseproben und der englische Harry Potter Band
        Ich habe bei einem Buchhandlungsbummel neben dem wunderschönen neuen Harry Potter Cover ganz viele Leseproben ergattert und in meinen freien Minuten so in viele Geschichten reingeschnuppert.
        Besonders gefallen haben mir die Leseproben zu:
        "Der Rithmatist" - Brandon Sanderson
        "Nox - unten" - Yves Grevet
        "Anastasia McCrumpet und der Tag, an dem die Unke rief" - Holly Grant
        "Seven Wonders - der Koloss erwacht" - Peter Lerangis

        Dann habe ich zur Recherche gelesen:
        "Darkside - Der schwarze Phoenix" (Band 2) - Tom Becker
        "Darkside - Die Gilde der Diebe" (Band 3) - Tom Becker
        "Scream Street - Das Herz der Mumie (Band 3)" - Tommy Donbavand

        Und zum Vergnügen:
        "Harry Potter and the Philosopher's Stone" - J.K.Rowling

        -----
        Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 18: Eintrag 18 - Szenenplan und Notizbücher 
        -----


        Samstag, 27. Juni 2015

        5 Gründe, warum du als Autor mehr schlafen solltest



        Familie, Haushalt und die immer näher rückende Deadline – da wird Schlaf bald zu einem seltenen Gut.
        Schreiben bis spät in die Nacht, Last-Minute-Projekte und deine Social Media Kanäle halten dich wach. Alles zu erledigen scheint sinnvoller und produktiver als Schlafen.

        Doch deinen Schlaf aufzugeben schadet dir auf Dauer mehr, als dass es nützt!

        Die Liste der körperlichen und seelischen Folgen von Schlafmangel ist lang.
        Nach wenigen Nächten ohne ausreichend Schlaf funktioniert dein Körper nicht mehr optimal.
        Du bist dauermüde und schlecht gelaunt. Du kennst das.
        Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Hormone, Stoffwechsel und andere Funktionen geraten durcheinander. Am meisten leidet deine geistige Leistungsfähigkeit.

        Ein guter Schlaf hingegen hat positiven Einfluss auf verschiedene Aspekte, die wichtig sind für deine Arbeit und deine Gesundheit.
        Auch dein Schlaf besteht aus zwei Schlafstadien: Dem REM-Schlaf, in dem du besonders viel träumst und dem NREM-Schlaf, der aus Leichtschlafphasen und Tiefschlafphasen besteht. Alle Phasen wechseln sich mehrmals in der Nacht ab und sind wichtig für die Erholungsfunktion des Schlafes.
        Wenn du am Schlaf sparst, sparst du auch an der Reparaturzeit deines Gehirns, denn im Tiefschlaf werden Schäden repariert, die durch Stress und schädliche Einflüsse während des Tages an den Zellen entstanden sind.

        Es geht beim Schlafen also nicht nur darum, morgens ausgeruht aufzuwachen.
        Laut Studien zeigen Personen, die nachts 7-9 Stunden Schlaf bekommen folgende wichtige Eigenschaften:

        1.Besseres Gedächtnis
        Informationen werden im Schlaf verarbeitet und in Ruhe sortiert. Das Gehirn befreit sich von überflüssigem Informationsballast. Außerdem werden im Gehirn nachts neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen geschaffen. Neu Erlerntes wird so gefestigt und verankert.
        Durch guten Schlaf lernst du also leichter und nachhaltiger und kannst Informationen besser verarbeiten. Für dich als Autor sicherlich nicht nur bei der Recherche wichtig.

        2.Bessere Aufmerksamkeit und Konzentration
        Nervenzellen, die untertags stark beansprucht wurden und vielen Einflüssen unterliegen, können sich im Schlaf herunterfahren und regenerieren. Haben sie dazu nicht ausreichend Gelegenheit, ist das Nervensystem konstant überlastet.
        Ein Schlafdefizit macht sich bei jedem sehr schnell durch Konzentrationsstörungen bemerkbar. Viele Studien haben gezeigt, dass die Aufmerksamkeitsfähigkeit unter Schlafmangel deutlich abnimmt, Entscheidungen schwerer fallen und die Fehlerzahlen steigen.
        Für deine Arbeit am Text und für deine Kreativität wäre das eine Katastrophe.

        3.Besseres Immunsystem
        Niemand ist gern krank, doch die Stärke des Immunsystems nimmt schnell ab, wenn der Schlaf fehlt. Aktuelle Studien zeigen, dass die Zahl der natürlichen Abwehrzellen im Schlaf steigt, was für die erfolgreiche Bekämpfung von Bakterien und Viren von großer Bedeutung ist.
        Um nicht häufiger mit einer Erkältung schreiben zu müssen, sondern fit an die Arbeit gehen zu können, solltest du also ebenfalls auf genügend Schlaf achten.

        4.Bessere Gewichtskontrolle
        Es ist nun mal so: Wenn wir müde sind, dann frieren wir nicht nur schnell sondern haben auch besonders großen Hunger. Und natürlich gleich auf Fett und Zucker. Leicht greift man beim Schreiben zu schnellen Snacks.
        Wenn du müde bist, wirst du dir weniger Mühe machen, eine gesunde Alternative vorzubereiten, lange zu kochen oder hinterher noch Sport zu treiben.
        Ein ausreichender Schlaf hilft dir dabei, dein Gewicht besser zu kontrollieren.

        5.Bessere Stimmung
        Wer schlecht schläft hat auch schlechtere Laune. Aber das ist noch nicht alles.
        Wenig Schlaf führt dazu, dass du die Dinge schlechter siehst, als sie sind. Du machst dir vermehrt Sorgen und neigst zum Grübeln.
        Depressiven Verstimmungen wird so die Tür geöffnet. Die Nerven sind dünn und die Geduld schnell am Ende. Du schadest nicht nur dir selbst damit, sondern belastest durch dein Schlafdefizit auch deine Mitmenschen.
        Ein guter Schlaf von durchschnittlich 8 Stunden hilft dir dabei ausgeglichen und glücklich durch den Tag zu gehen, dir höhere Ziele zu stecken und optimistisch in deine schriftstellerische Zukunft zu blicken.

        Also, weg mit dem Manuskript und ab unter die Bettdecke!
        Gute Nacht!


        Samstag, 20. Juni 2015

        Schreibtagebuch Eintrag 18 - Szenenplan und Notizbücher



        Verspätet kommt hier nun meine Zusammenfassung des Monats Mai.
        Was habe ich getextet, was habe ich gelesen? Was war sonst noch los?


        Ich habe viel geschrieben, fast alles davon mit Stift und Papier und auch nur für zwei Buchprojekte.
        Ich gebe mir große Mühe, mich nur auf diese zwei Geschichten zu konzentrieren, um die ersten Fassungen der ersten beiden Bände fertig zu bekommen. Beides sind Serien.
        Entgegen aller Erwartungen finde ich den Wechsel zwischen den Texten nicht so schwer, obwohl der eine für Jugendliche ab 12 und der andere für Erwachsene Leser (vielleicht noch Young Adult) geplant ist. Eigentlich macht es sogar Spaß, zwischen Humor und Horror hin und her zu springen.



        Projekt "Rotschopf"

        Szenenplan basteln

        Für dieses Projekt habe ich zwar den übergreifenden Plot geplant, bin aber beim Schreiben des ersten Bandes auf ein paar Löcher gestoßen, die es zu stopfen galt.
        Also habe ich ein Wochenende dazu genutzt einen Szenenplan mit Karteikarten aufzubauen.

        Eine genaue Karte der Straße, um die es geht, habe ich auch begonnen.
        Leider ist sie der Malwut meines Sohnes zum Opfer gefallen und nun mit farbenfrohen Kringeln verziert.
        Die Präsentation der Karte hebe ich mir dann für die Releasezeit des Buches auf.
        Also bleibt neugierig!


        Andere Buchprojekte


        Das von vielen erwartete Projekt "Schattenläufer" schreitet gut voran.
        Diesen Monat habe ich eine Figur verwundet und eine andere fast getötet.

        Projekt "Glutrot" habe ich umgeplant. Nicht viel, aber bedeutende Teile.
        Freunde von Fantasy werden nun auch hier mehr auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Romance-Anteil weiterhin sehr hoch ist.

        Ich habe den Anfang einer Novelle geschrieben. Einfach nur, um diese Idee endlich aus dem Kopf zu bekommen. Sie hat mich schon seit Wochen genervt. Jetzt ist Ruhe. 


        Außerhalb der Buchwelt


        Textteile zu drei Romanen und einem Kinderbuch
        Da ich viel mit Stift und Papier schreibe kommt irgendwann unweigerlich der Teil des Abtippens.
        Im Mai war er dann gekommen, da ich das ganze schon länger aufgeschoben hatte.
        Drei Notizblöcke waren voll.

        Im Mai habe ich meinen ersten Artikel für das Schreibmeer geschrieben - ein neues Online Magazin.
        Es geht um eines meiner Lieblingsthemen: Branding.
        Hier könnt ihr den Artikel lesen:
        Branding für Autoren - Das Ich als Marke

        Da in diesem Hause fast nie Stille herrscht, sondern meist Kinderlärm durch die Luft schallt, habe ich mir neue Schreibmusik besorgt. Unter anderem die Soundtracks zu den ersten vier Game of Thrones Staffeln. Ich muss sagen: Grandios! Beste Idee seit langem. Passt auch hervorragend zu meinen Buchprojekten.


        Gelesen im Mai


        "Mysterium - der schwarze Drache" - Julian Sedgwick
        "Die Seiten der Welt" - Kai Meyer
        "Du you know who I am?" - Ron Alias

        -----
        Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 17: Projekt "Rotschopf"
        -----


        Donnerstag, 18. Juni 2015

        Top Ten Thursday - Fantasy

        Heute geht es an dieser Stelle einmal um Fantasy und meine l0 liebsten Bücher aus dem Genre, denn heute ist Zeit für den Top Ten Thursday von Steffis BücherBloggeria.

        Ich fand es schwer nur 10 auszuwählen und überlege, ob ich zusammen mit dem Artikel zu diesem Thema, den ich hier nachreichen werde, auch noch ein paar andere Werke nenne, die ich für erwähnenswert halte.


        Stephen King - Schwarz (Der Dunkle Turm)

        George RR: Martin - Eisenthron (Das Lied von Eis und Feuer, Spezialausgabe)

        Terry Pratchett - Gevatter Tod (und so viele mehr!)

        Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher

        Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht

        JK. Rowling - Harry Potter (und der Stein der Weisen)

        Jim Butcher - Sturmnacht (Harry Dresden)

        Derek Landy - Der Gentleman mit der Feuerhand (Skullduggery Pleasant)

        Kai Meyer - Die Seiten der Welt

        Marion Zimmer Bradley - Die Nebel von Avalon


        [Artikel über Fantasy wird an dieser Stelle nachgereicht! Ich gebe Bescheid.]

        Dienstag, 16. Juni 2015

        Schreiben mit Baby und Kleinkind - Improvisation ist alles


        Für das Interview mit mir auf dem Blog von Anna Thur habe ich vor ein paar Wochen festgehalten, wie meine Tages- und Wochenplanung aussieht. >Hier zu lesen<

        Als Mutter mit einem Kleinkind zu Hause unterscheidet sich mein Tag natürlich sehr vom routinierten Schreibtag eines Autors, der seine Tagespunkte auf die Minute genau planen kann.

        Wer schon einmal versucht hat zu Hause zu arbeiten - und damit meine ich wirklich konzentriert etwas zu schaffen - während ein Kleinkind im selben Raum (oder auf dem Schoß) spielt, der mag sich jetzt fragen, wie ich überhaupt ein Buch oder einen Blogbeitrag fertig bekomme.

        Genau darüber möchte ich heute auf FederKiel schreiben und damit vielleicht der ein oder anderen verzweifelten Mama (oder natürlich auch einem Papa) Mut machen.



        Planung ist nicht Alles


        Improvisierter Arbeitsplatz auf dem Sofa
        Als erstes einmal: Ja, Planung ist wichtig.
        Ohne Planung geht gar nichts, aber kaum etwas wird wirklich einmal so klappen, WIE Sie es planen.
        So ist das mit Kindern und wer das akzeptiert und drumherum arbeitet, der hat quasi schon gewonnen.
        Den schlimmsten Fehler, den Sie machen können, ist der, sich zu sehr auf die geliebte Planung zu versteifen, sich übelst zu ärgern und dann alles hinzuschmeißen.

        Diese miese Laune ist schlecht für ihre Gesundheit, schlecht für Ihre Motivation und schlecht für Ihre Kreativität. Ihre Kinder werden es merken und Ihre Laune reflektieren.
        Ihr Schreibtag ist damit gelaufen.

        Wenn etwas gar nicht so läuft wie geplant und vielleicht sogar Ihre komplette Schreibzeit verloren scheint, haben Sie natürlich alles Recht der Welt sich darüber zu ärgern.
        Ärgern Sie sich kurz und laut und dann denken Sie nach!
        Sich zu ärgern wird nichts an den geplatzten Plänen und Ihrer verlorenen Schreibzeit ändern.
        Der einzige, der jetzt noch etwas ändern kann sind Sie: Sie können improvisieren!

        Jeder Mensch kann das - die einen besser, die anderen schlechter.
        Aber keine Sorge, jeder kann es lernen.
        Auch Sie können zum Improvisations-Genie werden!
        Wenn Sie es denn wollen.


        Sie müssen es wirklich wollen!


        Das ist der Knackpunkt. Sie müssen es wollen. Sonst wird es niemals funktionieren.

        Es ist passiert: Ihre Schreibzeit ist verloren, Kinder und Partner haben durch unerwartete Wünsche und Termine den Tagesplan komplett über den Haufen geworfen. Weitere Zwischenfälle machen das Einhalten ihrer geplanten Zeiten unmöglich. Ihre Schreibzeit ist so gut wie verloren.

        Was nun? Improvisieren und Ihre Schreibzeit retten!
        Dafür ist keine Zeit übrig? Doch, wenn Sie dafür andere Punkte streichen.
        Hier zeigt sich dann:
        Ist Ihnen das Schreiben wichtig genug, um Punkte Ihrer To-Do-Liste auf die Folgetage zu verschieben? Sie müssen es wirklich wollen!
        Sind sie vielleicht zu träge und bequem, um schnell umzuplanen und doch noch Schreibzeit herauszukratzen? Ist das Schreiben Ihnen wichtig genug, um solche Umständlichkeiten auf sich zu nehmen? Sie müssen es wirklich wollen!


        Improvisieren ist nötig


        So wie jetzt, lief es bei mir nicht von Anfang an.
        Auch ich habe erst lernen müssen mich anzupassen. Es gab viele Frustmomente und viel selbstgemachten Stress, aber das Wichtigste war nicht aufzugeben. Ich wollte es wirklich schaffen.

        "Wer etwas wirklich schaffen will, der findet einen Weg. Alle anderen finden Ausreden."

        Der erste Schritt war für mich, zu erkennen und zu akzeptieren, dass Anpassen und Improvisieren nötig waren, um endlich etwas zu schaffen.
        Natürlich kann man das Glück haben, dass Familienangehörige und auch der Partner einspringen und das Kind für mehrere Stunden übernehmen, doch dieses Glück hat nicht jeder und wer es hat, der kann nicht erwarten, dass es regelmäßig so läuft.

        Ich habe dieses Glück nicht und ich wollte nicht weiterhin nur dasitzen und mich den Umständen ausgeliefert fühlen.

        Anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich meine Zeiten nicht fest planen konnte und traurig zu sein, über all die Momente, in denen es mir nicht möglich war zu schreiben, habe ich gezielt darüber nachgedacht, in welchen Momenten ich eigentlich schreiben KÖNNTE.

        Und das waren dann eine ganze Menge.
        Wenn man erstmal anfängt ganz kreativ darüber nachzudenken, in welchen Situationen man Schreiben könnte, kommen immer mehr Ideen dazu.

        Zugegeben: Manche sind anstrengend, manche sind umständlich und manche einfach nur ungewohnt - doch alle sind MÖGLICH.



        Der Griff zu Stift und Papier

        Schreiben auf der Spieldecke mit Kind

        Mein nächster Tipp: Befreien Sie sich von der Vorstellung in völliger Stille am PC zu schreiben.
        Auch wenn das die Idealsituation ist, so ist sie für eine schreibende Mutter mit Baby und Kleinkind einfach zu unwahrscheinlich, um weiter an ihr festzuhalten.

        In vielen Alltagssituationen könnten Sie schreiben, wenn Sie sich auf das Schreiben mit Stift und Papier einlassen. Es gibt viele Gründe, wieso Sie es einmal damit versuchen sollten, aber der wichtige Grund, um den es jetzt geht ist: Mobilität und Schnelligkeit.

        Stift und Papier können Sie überall dabei haben, sie können es in allen erdenklichen Positionen halten und es muss nicht erst angeschaltet und hochgefahren werden.

        Auch ein Tablet wäre eine Möglichkeit, doch viele kurze Schreibmomente mit Kindern sind schon wieder vorbei, wenn Tablet und Schreibprogramm endlich einsatzbereit sind. Würde ich mich beim Schreiben nur auf technische Geräte einlassen, dann hätte ich vielleicht die Hälfte meiner Texte nicht geschrieben.


        Wo schreibe ich?


        Die Antwort ist leicht: Wo und wann ich kann!

        Ich schreibe am Schreibtisch.
        Ich schreibe auf dem Sofa oder am Sofatisch.
        Ich schreibe beim Essen.
        Ich schreibe auf dem Klo.
        Ich schreibe beim Kochen neben dem Herd.
        Ich schreibe auf dem Bett - ob morgens nach dem Aufwachen, mittags mit dem Kind oder abends im Dunkeln.
        Ich schreibe auf der Spieldecke - während KiKa läuft und die Autos und Bauklötze neben mir klappern.
        Ich schreibe auf dem Spielplatz.
        Ich schreibe beim Spazierengehen auf dem Dach des Kinderwagens.
        Ich schreibe im Auto oder in Bus und Bahn.

        Ich habe eine Art Sport daraus gemacht, in den seltsamsten Momenten zu schreiben.
        Ich amüsiere mich über jede neue Idee, die tatsächlich funktioniert und habe richtig Spaß dabei.


        Wie plane ich?


        Ich habe es eingangs bereits erwähnt: Planung ist wichtig, aber nichts läuft nach Plan.

        Starre Planung mit genauen Zeitangaben funktioniert für mich nicht.
        Sobald ich nach festen Zeiten plane bricht der Stress aus. Mein Kind isst sein Mittag nunmal nicht pünktlich auf die Minute und braucht dann auch mal länger, als von mir gedacht. Oder das Anziehen und Spielzeug einpacken dauert wieder eine Ewigkeit. Beim Einkauf muss unbedingt noch im Laden mit den Spielzeugautos gehalten werden, sonst ist der Weltuntergang nahe.
        Mütter wissen sicher, wovon ich hier spreche. All diese Dinge sind nicht schlimm, wenn man ihnen entspannt begegnet. Doch mit einem strengen Zeitplan ist entspannt bleiben schwer.

        Also plane ich meinen Tag grob.
        Als erstes ist mein Tag unterteilt in vier Abschnitte:
        Vormittags-Zeit, Mittagsschlaf-Zeit, Nachmittags-Zeit und Abendstunden.
        Erledigungen des Tages werden von mir in die passenden Abschnitte sortiert.
        Einkaufen und Sport erledige ich gern ganz früh, Schreiben und Zeichnen sind Dinge, die am besten gehen, wenn mein Kind schläft.
        Hier hat sich das markieren mit verschiedenen Farben für die vier Zeitbereiche bewährt.

        Dann habe ich die Master-Liste. Eine To-Do-Liste, auf der nur die wirklich wichtigsten Punkte stehen. Gern auch mit dem Fälligkeitsdatum in rot dahinter.
        Diese Liste ist immer gut sichtbar auf meinem Schreibtisch platziert.

        Nun muss ich noch die ganzen weniger wichtigen Punkte, die andere Leute auf ihre To-Do-Listen schreiben, irgendwie planen und unterbringen.
        Dafür nutze ich einen länglichen Tischkalender, der pro Seite eine Woche zeigt.
        Sie kennen die sicher. Sieben Tage nebeneinander, mit ein paar Zeilen pro Tag Platz.
        Als erstes werden die dringenden Termine der Master-Liste auf die Tage verteilt.
        Danach kommen erstmal persönlich wichtige Dinge.
        Ich halte diese Vorgehen für wichtig, denn sonst kommen diese Dinge IMMER zu kurz. Dazu gehören besondere Unternehmungen mit meinem Kind und auch das Schreiben!
        Erst dann werden andere Erledigungen eingetragen.
        Und wenn die Zeilen für einen Tag voll sind, dann ist der Tag VOLL.
        Punkte, die noch übrig sind, müssen in eine freie Zeile eines anderen Tages ziehen und warten.

        So stelle ich sicher, dass ich mir meine Tage nicht zu voll packe, aber trotzdem alle wichtigen Punkte erledige.


        Sie sind auch Mutter oder Vater und würden gern mehr schreiben?
        Versuchen Sie es:
        • Planen Sie, aber halten sie nicht stur daran fest. Planen Sie einmal anders!
        • Machen Sie sich klar, dass Sie es wirklich schaffen wollen!
        • Überlegen Sie, in welchen Alltagssituationen Sie schreiben könnten - seien Sie kreativ!
        • Besorgen Sie sich gute Notizblöcke und Stifte.
        • Und gehen Sie das Vorhaben entspannt und mit Humor an.

        Schreiben auf dem Bett
         
        Für Bilder aus meinem Alltag folgen Sie mir doch auf Instagram: Madita auf Instagram


        Montag, 11. Mai 2015

        Schreibtagebuch Eintrag 17 - Projekt "Rotschopf"




         Was war los im April?


        Wegen einer Woche Familienurlaub, Krankheit und einem ungeplanten Wochenende in der Uniklinik war bei mir den letzten Monat großer Ausfall.
        Lediglich für Twitter und Instagram hatte ich hier und da ein paar Minuten übrig.


        Projekt „Rotschopf“

         

        Geschrieben habe ich im April am Jugendbuch.
        Projekt „Rotschopf“ ist geplant als Reihe mit einem übergreifenden Plot, jedoch soll jedes Buch für sich ein abgeschlossenes Abenteuer erzählen. (So ähnlich, wie z.B. die Harry Potter Reihe.)

        Das Schreiben und Planen macht mir sehr viel Spaß und ich denke, dass dieses Projekt eher fertig sein wird, als meine Fantasyreihe der „Schattenläufer“. Schlimm finde ich das nicht. Mir gefällt die Idee sogar, denn für mich persönlich nimmt es etwas Druck von meinen Schultern, wenn ich mit Jugendbuch und Kinderbuch in die Welt starte. Ich finde diese Erwartungen an den „Debütroman“ so ätzend. Da passt es mir ganz gut, wenn ich vor meinem ersten Werk für die ältere Leserschaft ein wenig Veröffentlichungsluft schnuppern konnte.
         
        In der Story hat sich nun einiges getan. Meine Protagonistin war in den ersten Kapiteln in ihrer neuen Heimat angekommen, hatte eine wenig entspannte Nacht und durfte sich in diesem Monat nun ihren ersten Schultag auf der neuen Schule antun.
        Klingt schlimmer, als es war. Sie hat ihre beiden neuen Freunde getroffen und ist sich schon ziemlich sicher, dass sie dieses andere Mädchen, das so ungeheuer viel redet, ganz und gar nicht leiden kann. Klingt sehr nach der typischen Mädchenlektüre? Jopp. Aber hier enden dann auch schon die Gemeinsamkeiten. Es gibt keinen mysteriösen Schönling, der sie rettet und es geht nicht um das tollste Makeup oder coole Klamotten.
        Es geht um Geheimnisse. Um diesen komischen Ort, an dem sie vielleicht doch nicht zufällig gelandet ist, um die Menschen, die nicht alle menschlich zu sein scheinen und um ihr eigenes Schicksal.


        Außerhalb der Schreibwelt


        Ich bin ja ganz begeistert davon, dass ich es schaffe, jedes neue Buch auf Instagram zu präsentieren, das bei mir einzieht. Ok, nicht alle Kinderbücher. Da beschränke ich mich doch lieber auf die besonderen.
        Und es sind viele neue Bücher geworden, denn hier gibt es regelmäßig einen Bücherflohmarkt. Ich muss aufpassen, sonst brauche ich bald einen Therapieplatz wegen „Bookhoarding“ und eine weitere Wohnung.
        Ich wollte auf Instagram beginnen, meine Zeichnungen und Illustrationen zu präsentieren, aber die aktuellen Projekte kann ich noch gar nicht zeigen. Deshalb überlege ich mir grade, was ich stattdessen hochladen kann. Die Überlegung geht hin zu Skizzen und kleinen Übungsbildern.


        Gelesen im April


        "Die Stadt der träumenden Bücher" - Walter Moers
        "Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" - Robin Sloan

        Und dann folgende Schreibratgeber, die mir sehr gefallen haben
        (Rezis bald hier auf FederKiel):

















        -----
        Hier geht es zu Eintrag 16: Schreibtagebuch Eintrag 16: Kapitellängen und Interviews
        -----


        Donnerstag, 16. April 2015

        Nebenfiguren im Roman und meine Top 10


        Heute möchte ich über Nebenfiguren sprechen.
        Wieso sie so wichtig sind, weshalb es eigentlich keine Nebenfiguren gibt und wie Sie Ihre Nebenfiguren besser ausbauen können. Am Ende gibt es meine spontanen Top Ten der Nebenfiguren, die mir gefallen haben für die TopTenThursday Aktion von Steffis Büchergloggeria.



        Nebenfiguren sind wichtig

         

        Nebenfiguren sind für eine Geschichte das Salz in der Suppe. Sie sind ein ganz wichtiger Bestandteil und viele Geschichten stehen oder fallen mit ihren Nebenfiguren, nicht mit den Hauptfiguren.
        Die Hauptfiguren sind bei den meisten Autoren, die ernsthaft an das Schreiben herangehen, gut ausgebaut und von allen Seiten beleuchtet. Doch die Nebenfiguren stehen so sehr im Schatten der Hautfigur, dass sie blass und leblos bleiben. Sie werden nur erschaffen, um einem Zweck zu Dienen und die Geschichte an einem bestimmten Punkt voranzutreiben. Danach werden sie achtlos beiseite gelegt.

        Dabei können Nebenfiguren so viel mehr. Sie können den Leser richtig berühren und zu den Lieblingen der Geschichte werden. Denken Sie doch nur an Severus Snape, der von vielen Lesern der Harry Potter Reihe mehr bewundert und geliebt wird als die Hauptfigur selbst.

        Eine Welt, die mit blassen und leblosen Nebenfiguren gefüllt ist, wird auch blass und leblos erscheinen. Geben Sie Ihren Nebenfiguren ein eigenes Leben, denn sie sind wichtig für Ihre Hauptfigur. Mit wem soll die Hauptfigur denn sonst interagieren? Interaktionen und Beziehungen machen eine Geschichte doch erst interessant. Und es sollte Ihnen niemals egal sein, mit wem sich Ihre geliebte Hauptfigur abgibt.


        Es gibt keine Nebenfiguren


        Wie im richtigen Leben gibt es eigentlich keine wirklichen Nebenfiguren.
        Jeder Figur ist eine Hauptfigur, die in jedem Moment seine spannende Geschichte erlebt.

        Eine "Nebenfigur" sollte ausgebaut werden, wie jede Hauptfigur auch. Es wird nur nicht alles in der Geschichte vorkommen. Vieles nur am Rande - nur angedeutet - oder halt gar nicht. Aber es ist da und es ist wichtig. Es sollte ausgearbeitet sein. Schon allein aus dem Grund, um die Figur kennenzulernen, damit sie eine wirklich lebendige und vielschichtige Person wird und nicht eine farblose Hülle bleibt.

        Die Nebenfigur hat eine Vorgeschichte und erlebt ihre Abenteuer auch dann, wenn sie grade nicht im Roman vorkommt. Das sollte immer bedacht werden. Die Nebenfigur setzt sich nicht nach ihrem Auftritt in der Handlung auf einen Stuhl und wartet darauf, dass die Hauptfigur irgendwann wieder vorbei kommt.

        Um Ihre Nebenfigur zu einer Figur zu machen, die wirklich im Gedächnis bleibt sollte sie tiefer werden, häufiger vorkommen, wichtiger werden und vernetzter sein.


        Nebenfiguren ausbauen


        Tiefer
        Geben Sie Ihrer Nebenfigur Tiefe. Der grummelige, alte Nachbar ist ja nicht einfach nur grummelig. Er hat sicherlich seine Gründe. Vielleicht hat er Streit mit seinem Sohn und dieser kommt deshalb nicht mehr mit den Enkelkindern vorbei. Vielleicht hat er eine chronische Erkrankung, die ihm permanent Schmerzen bereitet. Vielleicht ist er nur so ätzend zu seinen Nachbarn, weil er in seiner Kindheit die eigenen Nachbarn als schreckliche Menschen erlebt hat. Vielleicht hat ihn damals ja aber auch sein bester Freund, das Nachbarskind, ganz ohne Nachricht verlassen und ist umgezogen. Möglichkeiten über Möglichkeiten! Lassen Sie Ihn nicht einfach nur grummelig sein.
        Geben Sie Ihrer Nebenfigur eine Kindheit, eine Familie, einen Beruf, Träume, Ängste, Macken und Gewohnheiten. Und möglichst für alle Ängste, Macken und Gewohnheiten auch einen Grund.

        Häufiger
        Wenn Ihre Nebenfigur nun eine Hintergrundgeschichte erhalten hat, dann werden Sie merken, wie lebendig sie für Sie wird. Sie mögen diese Figur sogar richtig gern! Sie wollen, dass sie öfter auftaucht, können sich plötzlich anderen Momente vorstellen, an denen diese Figur in der Geschichte vorkommen kann.
        Vielleicht haben Sie sich dafür entschieden, dass der alte Nachbar nicht nur Familienprobleme hat, sondern auch gesundheitlich angeschlagen ist und jede Woche zur Physiotherapie ins Zentrum fahren muss. Vielleicht fährt er mit dem Bus, genau wie ihr Hauptcharakter. Die Fahrt dauert länger und irgendwann kommen die beiden ins Gespräch. Oder ihre Nebenfigur wird von ein paar Jugendlichen im Bus drangsaliert, weil sie alt und krank ist. Ihr Hauptcharakter wird zum Helden, der seinem unliebsamen Nachbarn zur Hilfe kommt.
        Überlegen Sie einfach mal, wo Sie selbst Ihre Nachbarn oder Freunde schon zufällig getroffen haben.

        Wichtiger
        Ihre Nebenfigur sollte aber nicht einfach nur häufiger auftauchen, sie sollte auch wichtiger werden. Viele Nebenfiguren haben nur einen einzigen Auftritt, um die Geschichte voranzubringen. Es wäre viel schöner, wenn eine Nebenfigur an mehreren Punkten Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte und der Hauptfigur nimmt.
        Vielleicht haben Sie viele blasse Nebenfiguren, die einfach nur eine Nachricht überbringen und dann verschwinden. Wie der Postbote, von dem Sie nur wissen, wie er heißt und dass er Angst vor Hunden hat. Dieser Postbote überbringt einen unglaublich wichtigen Brief und verschwindet wieder. Kann ihr grummeliger Nachbar das nicht übernehmen? Der Brief könnte falsch zugestellt worden sein. Was auch erklärt, wieso er verspätet bei der Hauptfigur eintrifft, die hibbelig auf die Nachricht wartet, die ihr Leben verändern soll. Ihr grummeliger Nachbar bringt den Brief rüber. Eigentlich würde er sowas nicht tun, aber sein Nachbar hatte ihn vor zwei Tagen im Bus ja vor dieser Jugendbande gerettet. Er erlebt die Reaktion der Hauptfigur auf die Nachricht mit, vielleicht kommen die beiden sich dadurch noch näher.
        Überlegen Sie einmal, welche Nebenfiguren nur einen einzigen Existenzgrund haben. Kann diese Aufgabe von einer anderen Nebenfigur übernommen werden? Denken Sie wirklich darüber nach. Seien Sie kreativ!
        Können Sie die drei auftauchenden jungen Damen in der Geschichte nicht zu einer einzigen verschmelzen? Klar, die eine davon sollte wunderschön und die andere eher unscheinbar sein. Doch ist es nicht möglich, dass sie sich den einen Tag besonders hübsch macht für ein Treffen und den anderen Tag unter Migräne und Übelkeit leidet und deshalb furchtbar aussieht?

        Vernetzter
        Mehr Reibungspunkte mit ihrer Hauptfigur bekommen die Nebenfiguren auch durch Beziehungen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ihre Nebenfigur nur auf ihre Hauptfigur trifft? Im wahren Leben kennt jeder jeden um ein paar Ecken. In ihrer Geschichte sollte das auch so sein. Ihr grummeliger Nachbar geht jede Woche zur Physiotherapeutin. Diese ist die Schwester ihrer Hauptfigur, was später in der Geschichte vielleicht bei einem Besuch von ihr herauskommt. Oder als sie von ihrem Bruder und ihrem Patienten die gleiche Geschichte über die Rettung im Bus hört.
        Die junge Frau, die ihrer Hauptfigur mal hübsch und mal hässlich über den Weg läuft ist möglicherweise die Schwiegertochter des grummeligen Nachbarn. Ihr Hauptcharakter erfährt zuerst von der Krebserkrankung ihres Mannes und hilft ihr, um dann zu erfahren, dass dieser kranke Mann der Sohn seines Nachbarn ist. Natürlich muss er nun seinen Nachbarn dazu bringen, den Streit beizulegen.
        Beziehungen sind unglaublich wichtig für Ihre Geschichte. Nicht immer muss es Verwandschaft sein. Es gibt ja auch Freunde und Bekannte und den Job.


        10 Nebenfiguren, die mir im Gedächnis geblieben sind


        "Harry Potter" Reihe von J.K. Rowling:
        Ich oute mich jetzt mal als Fan. Die absolut besten Nebenfiguren für mich sind Severus Snape, Luna Lovegood und Nymphadora Tonks! Natürlich auch Hermine, falls sie noch als Nebenfigur zählt. Sie ist mein Liebling der Reihe.



        "Das Lied von Eis und Feuer" Reihe von G.R.R. Martin:
        Ich muss gestehen, dass ich hier nicht auf dem neuesten Stand bin und sicherlich einige tolle Nebenfiguren noch nicht kenne. Besonders im Gedächnis blieben mir aber Syrio Forel und Sam Tarly.




        "Night School" Reihe von S. Daugherty:
        Auch wenn diese Reihe ihre Schwächen hat gefällt mir eine Figur ganz besonders: Zoe Glass. Sie kommt erst im zweiten Band zur Gruppe hinzu. Hier muss  ich noch eine Figur nachreichen: Falls Hermine oben nicht zählt, nenne ich hier mal die Hermine der Night School: Rachel Patel.



        "Herr der Ringe" Trilogie von J.R.R. Tolkien:
        Es stellt sich die Frage, ob die Figur noch als Nebenfigur gilt: Samweis Gamdschie. Einer der besten Sidekicks überhaupt.


        "Gevatter Tod" von Terry Pratchett:
        In den Büchern um den Tod in der Scheibenwelt gefällt mir ganz besonders der Diener Albert. Allgemein finde ich, dass Pratchett unglaublich viele tolle Nebenfiguren geschaffen hat in seiner Scheibenwelt.


        "Die dunklen Fälle des Harry Dresden" Reihe von Jim Butcher:
        Ganz klar! Was wäre Harry Dresden ohne seinen Geist Bob. Gleich von Anfang an wollte ich mehr über ihn erfahren.


        Welche Nebencharaktere aus Büchern sind bei Ihnen besonders hängen geblieben?