Posts mit dem Label Ratgeber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ratgeber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. September 2015

Schreibtagebuch Eintrag 20 - Die Schule erwacht zum Leben


Was habe ich geschrieben und gelesen im August?


Projekt Rotschopf


Wegen eines Logikfehlers in der Story habe ich für dieses Projekt noch einmal an dem 7-Punkte System und der Heldenreise gearbeitet und den Szenenplan aufgeräumt.

Geschrieben habe ich vor allem an der Beschreibung der Schule und der Schüler, auch wenn vieles davon später nicht im Buch auftauchen wird. Ich stelle mir die Schule in dieser Geschichte sehr alt und gotisch vor, jedoch gut erhalten. Als Harry Potter Fan musste ich natürlich auch geheime Gänge und verbotene Bereiche hineinschreiben. Ich konnte nicht anders.
Die Schule



Woran habe ich sonst geschrieben?


In erster Linie am Schreibmeer-Geheimprojekt.
Den Namen des Protas kann ich schon mal verraten: Er heißt Finn!
die Zielgruppe ist eher unter den jüngeren Lesern zu suchen.

Dann habe ich für das online Magazin Schreibmeer noch einen Artikel verfasst:
Die 3-Akte Struktur


Gelesen im August

 
Kinder- und Jugendbuch schreiben - Anna Kerkel

Über das Schreiben - Sol Stein

Aller Tage Abend (Nightside Band 11) - Simon R. Green

Die wirkliche Mittelerde (Tolkiens Mythologie und ihre Wurzel im Mittelalter) - Arnulf Krause


-----
Hier geht es zu Schreibtagebuch Eintrag 19:
Zurück aus der Sommerpause
-----


Dienstag, 16. Juni 2015

Schreiben mit Baby und Kleinkind - Improvisation ist alles


Für das Interview mit mir auf dem Blog von Anna Thur habe ich vor ein paar Wochen festgehalten, wie meine Tages- und Wochenplanung aussieht. >Hier zu lesen<

Als Mutter mit einem Kleinkind zu Hause unterscheidet sich mein Tag natürlich sehr vom routinierten Schreibtag eines Autors, der seine Tagespunkte auf die Minute genau planen kann.

Wer schon einmal versucht hat zu Hause zu arbeiten - und damit meine ich wirklich konzentriert etwas zu schaffen - während ein Kleinkind im selben Raum (oder auf dem Schoß) spielt, der mag sich jetzt fragen, wie ich überhaupt ein Buch oder einen Blogbeitrag fertig bekomme.

Genau darüber möchte ich heute auf FederKiel schreiben und damit vielleicht der ein oder anderen verzweifelten Mama (oder natürlich auch einem Papa) Mut machen.



Planung ist nicht Alles


Improvisierter Arbeitsplatz auf dem Sofa
Als erstes einmal: Ja, Planung ist wichtig.
Ohne Planung geht gar nichts, aber kaum etwas wird wirklich einmal so klappen, WIE Sie es planen.
So ist das mit Kindern und wer das akzeptiert und drumherum arbeitet, der hat quasi schon gewonnen.
Den schlimmsten Fehler, den Sie machen können, ist der, sich zu sehr auf die geliebte Planung zu versteifen, sich übelst zu ärgern und dann alles hinzuschmeißen.

Diese miese Laune ist schlecht für ihre Gesundheit, schlecht für Ihre Motivation und schlecht für Ihre Kreativität. Ihre Kinder werden es merken und Ihre Laune reflektieren.
Ihr Schreibtag ist damit gelaufen.

Wenn etwas gar nicht so läuft wie geplant und vielleicht sogar Ihre komplette Schreibzeit verloren scheint, haben Sie natürlich alles Recht der Welt sich darüber zu ärgern.
Ärgern Sie sich kurz und laut und dann denken Sie nach!
Sich zu ärgern wird nichts an den geplatzten Plänen und Ihrer verlorenen Schreibzeit ändern.
Der einzige, der jetzt noch etwas ändern kann sind Sie: Sie können improvisieren!

Jeder Mensch kann das - die einen besser, die anderen schlechter.
Aber keine Sorge, jeder kann es lernen.
Auch Sie können zum Improvisations-Genie werden!
Wenn Sie es denn wollen.


Sie müssen es wirklich wollen!


Das ist der Knackpunkt. Sie müssen es wollen. Sonst wird es niemals funktionieren.

Es ist passiert: Ihre Schreibzeit ist verloren, Kinder und Partner haben durch unerwartete Wünsche und Termine den Tagesplan komplett über den Haufen geworfen. Weitere Zwischenfälle machen das Einhalten ihrer geplanten Zeiten unmöglich. Ihre Schreibzeit ist so gut wie verloren.

Was nun? Improvisieren und Ihre Schreibzeit retten!
Dafür ist keine Zeit übrig? Doch, wenn Sie dafür andere Punkte streichen.
Hier zeigt sich dann:
Ist Ihnen das Schreiben wichtig genug, um Punkte Ihrer To-Do-Liste auf die Folgetage zu verschieben? Sie müssen es wirklich wollen!
Sind sie vielleicht zu träge und bequem, um schnell umzuplanen und doch noch Schreibzeit herauszukratzen? Ist das Schreiben Ihnen wichtig genug, um solche Umständlichkeiten auf sich zu nehmen? Sie müssen es wirklich wollen!


Improvisieren ist nötig


So wie jetzt, lief es bei mir nicht von Anfang an.
Auch ich habe erst lernen müssen mich anzupassen. Es gab viele Frustmomente und viel selbstgemachten Stress, aber das Wichtigste war nicht aufzugeben. Ich wollte es wirklich schaffen.

"Wer etwas wirklich schaffen will, der findet einen Weg. Alle anderen finden Ausreden."

Der erste Schritt war für mich, zu erkennen und zu akzeptieren, dass Anpassen und Improvisieren nötig waren, um endlich etwas zu schaffen.
Natürlich kann man das Glück haben, dass Familienangehörige und auch der Partner einspringen und das Kind für mehrere Stunden übernehmen, doch dieses Glück hat nicht jeder und wer es hat, der kann nicht erwarten, dass es regelmäßig so läuft.

Ich habe dieses Glück nicht und ich wollte nicht weiterhin nur dasitzen und mich den Umständen ausgeliefert fühlen.

Anstatt mich darüber zu ärgern, dass ich meine Zeiten nicht fest planen konnte und traurig zu sein, über all die Momente, in denen es mir nicht möglich war zu schreiben, habe ich gezielt darüber nachgedacht, in welchen Momenten ich eigentlich schreiben KÖNNTE.

Und das waren dann eine ganze Menge.
Wenn man erstmal anfängt ganz kreativ darüber nachzudenken, in welchen Situationen man Schreiben könnte, kommen immer mehr Ideen dazu.

Zugegeben: Manche sind anstrengend, manche sind umständlich und manche einfach nur ungewohnt - doch alle sind MÖGLICH.



Der Griff zu Stift und Papier

Schreiben auf der Spieldecke mit Kind

Mein nächster Tipp: Befreien Sie sich von der Vorstellung in völliger Stille am PC zu schreiben.
Auch wenn das die Idealsituation ist, so ist sie für eine schreibende Mutter mit Baby und Kleinkind einfach zu unwahrscheinlich, um weiter an ihr festzuhalten.

In vielen Alltagssituationen könnten Sie schreiben, wenn Sie sich auf das Schreiben mit Stift und Papier einlassen. Es gibt viele Gründe, wieso Sie es einmal damit versuchen sollten, aber der wichtige Grund, um den es jetzt geht ist: Mobilität und Schnelligkeit.

Stift und Papier können Sie überall dabei haben, sie können es in allen erdenklichen Positionen halten und es muss nicht erst angeschaltet und hochgefahren werden.

Auch ein Tablet wäre eine Möglichkeit, doch viele kurze Schreibmomente mit Kindern sind schon wieder vorbei, wenn Tablet und Schreibprogramm endlich einsatzbereit sind. Würde ich mich beim Schreiben nur auf technische Geräte einlassen, dann hätte ich vielleicht die Hälfte meiner Texte nicht geschrieben.


Wo schreibe ich?


Die Antwort ist leicht: Wo und wann ich kann!

Ich schreibe am Schreibtisch.
Ich schreibe auf dem Sofa oder am Sofatisch.
Ich schreibe beim Essen.
Ich schreibe auf dem Klo.
Ich schreibe beim Kochen neben dem Herd.
Ich schreibe auf dem Bett - ob morgens nach dem Aufwachen, mittags mit dem Kind oder abends im Dunkeln.
Ich schreibe auf der Spieldecke - während KiKa läuft und die Autos und Bauklötze neben mir klappern.
Ich schreibe auf dem Spielplatz.
Ich schreibe beim Spazierengehen auf dem Dach des Kinderwagens.
Ich schreibe im Auto oder in Bus und Bahn.

Ich habe eine Art Sport daraus gemacht, in den seltsamsten Momenten zu schreiben.
Ich amüsiere mich über jede neue Idee, die tatsächlich funktioniert und habe richtig Spaß dabei.


Wie plane ich?


Ich habe es eingangs bereits erwähnt: Planung ist wichtig, aber nichts läuft nach Plan.

Starre Planung mit genauen Zeitangaben funktioniert für mich nicht.
Sobald ich nach festen Zeiten plane bricht der Stress aus. Mein Kind isst sein Mittag nunmal nicht pünktlich auf die Minute und braucht dann auch mal länger, als von mir gedacht. Oder das Anziehen und Spielzeug einpacken dauert wieder eine Ewigkeit. Beim Einkauf muss unbedingt noch im Laden mit den Spielzeugautos gehalten werden, sonst ist der Weltuntergang nahe.
Mütter wissen sicher, wovon ich hier spreche. All diese Dinge sind nicht schlimm, wenn man ihnen entspannt begegnet. Doch mit einem strengen Zeitplan ist entspannt bleiben schwer.

Also plane ich meinen Tag grob.
Als erstes ist mein Tag unterteilt in vier Abschnitte:
Vormittags-Zeit, Mittagsschlaf-Zeit, Nachmittags-Zeit und Abendstunden.
Erledigungen des Tages werden von mir in die passenden Abschnitte sortiert.
Einkaufen und Sport erledige ich gern ganz früh, Schreiben und Zeichnen sind Dinge, die am besten gehen, wenn mein Kind schläft.
Hier hat sich das markieren mit verschiedenen Farben für die vier Zeitbereiche bewährt.

Dann habe ich die Master-Liste. Eine To-Do-Liste, auf der nur die wirklich wichtigsten Punkte stehen. Gern auch mit dem Fälligkeitsdatum in rot dahinter.
Diese Liste ist immer gut sichtbar auf meinem Schreibtisch platziert.

Nun muss ich noch die ganzen weniger wichtigen Punkte, die andere Leute auf ihre To-Do-Listen schreiben, irgendwie planen und unterbringen.
Dafür nutze ich einen länglichen Tischkalender, der pro Seite eine Woche zeigt.
Sie kennen die sicher. Sieben Tage nebeneinander, mit ein paar Zeilen pro Tag Platz.
Als erstes werden die dringenden Termine der Master-Liste auf die Tage verteilt.
Danach kommen erstmal persönlich wichtige Dinge.
Ich halte diese Vorgehen für wichtig, denn sonst kommen diese Dinge IMMER zu kurz. Dazu gehören besondere Unternehmungen mit meinem Kind und auch das Schreiben!
Erst dann werden andere Erledigungen eingetragen.
Und wenn die Zeilen für einen Tag voll sind, dann ist der Tag VOLL.
Punkte, die noch übrig sind, müssen in eine freie Zeile eines anderen Tages ziehen und warten.

So stelle ich sicher, dass ich mir meine Tage nicht zu voll packe, aber trotzdem alle wichtigen Punkte erledige.


Sie sind auch Mutter oder Vater und würden gern mehr schreiben?
Versuchen Sie es:
  • Planen Sie, aber halten sie nicht stur daran fest. Planen Sie einmal anders!
  • Machen Sie sich klar, dass Sie es wirklich schaffen wollen!
  • Überlegen Sie, in welchen Alltagssituationen Sie schreiben könnten - seien Sie kreativ!
  • Besorgen Sie sich gute Notizblöcke und Stifte.
  • Und gehen Sie das Vorhaben entspannt und mit Humor an.

Schreiben auf dem Bett
 
Für Bilder aus meinem Alltag folgen Sie mir doch auf Instagram: Madita auf Instagram


Montag, 20. Januar 2014

Bloggen - verlorene Schreibzeit oder sinnvolle Beschäftigung?

Ich verbringe jede Woche einige Stunden mit dem Schreiben für mein Blog. Diese Zeit könnte ich natürlich auch nutzen, um an meinem Roman zu arbeiten. Bloggen ist also durchaus eine Ablenkung vom Schreiben.

Es ist eine Ablenkung, die ich brauche.
Ich kann nicht Tag für Tag, Stunde für Stunde über meinem Manuskript hängen, ohne meinem Kopf auch mal eine Auszeit zu gönnen. Das ist natürlich von Autor zu Autor verschieden, doch ich weiß, viele brauchen zwischendurch eine Pause. Wieso diese also nicht zur Blogzeit machen?

Ich genieße diese Art des Schreibens, sie unterscheidet sich erheblich von meiner Art, Romane zu schreiben.
Mir gefällt daran auch, dass ich meine Gedanken und Erfahrungen bezüglich meiner Arbeit niederschreiben kann. Sicherlich könnte ich das auch mit einem Tagebuch erleben. Zum Teil ist dies der Fall, denn viele meiner Blogeinträge entstehen in erster Fassung in meinem geliebten Notizbuch.

Das Bloggen hat dabei aber auch eine soziale Komponente, die mir gefällt.
Meine Erfahrungen sind für andere abrufbar, unterhaltsam und bereichernd. Außerdem besteht die Möglichkeit, mir dazu gezielt Feedback zu geben und sich über diese Themen zu unterhalten.

Nicht zu verachten ist natürlich auch der Werbefaktor, wenn man gedenkt seine Bücher zu veröffentlichen.
Die Leser des Blogs werden zu den ersten gehören, die etwas davon mitbekommen, dass ein neues Buch rauskommt.

Wichtig ist bei all dem natürlich, dass man es schafft, eine gewisse Balance in die Sache zu bringen.
Niemandem ist damit geholfen, wenn er mehr Zeit für das Bloggen aufbringen muss, als er danach noch für seine Bücher übrig hat. Die Schreibzeit und auch die Freizeit sollten gut aufgeteilt sein.

Wenn du als Autor also die Zeit und die Lust hast zu bloggen, großartig! Mach es!
Wenn nicht, dann lass es sein.

 -----
Mehr zum Thema Social Media auf FederKiel:
-----



Montag, 6. Januar 2014

Plotten will gelernt sein

Die meisten Ratgeber empfehlen vor dem Schreiben eines Romans einen Plot anzulegen. Also zu plotten. Doch was bedeutet das?
Laut Wikipedia bedeutet plotten ganz simpel:
Eine Handlung entwickeln.
Der Plot ist also das Handlungsgerüst.

Hier möchte ich den groben Plot vorstellen, oder auch die "Drei-Akte-Struktur" von Syd Field.

Der grobe Plot sieht wie folgt aus:
  • Einleitung: Das Thema wird eingeführt, die Hauptfigur wird eingeführt, das Hauptproblem wird eingeführt
  • Hauptteil: Die Geschichte und Handlung über und bis zur Lösung des Hauptproblems
  • Schluss: Lösung des Hauptproblems
Jeder Akt endet mit einem Wendepunkt und leitet dadurch den nächsten Akt ein, wobei der erste und der dritte Akt jeweils grob ein Viertel und der zweite Akt grob zwei Viertel der Geschichte einnimmt. 

Einleitung
Die Einleitung sollte möglichst kurz und präzise sein, keine langen Beschreibungen, keine unnötigen Hintergrundinformationen. Die Einführung der Figur und des Problems stehen im Vordergrund und sind wichtig, um dem Leser klar zu machen, um was es geht. Für diverse Informationen ist später noch Zeit und Platz genug.

Die Hauptfigur ist die handelnde und tragende Figur in der Geschichte und durchlebt in Zuge der Handlung eine Entwicklung. Es ist wichtig, dass die Hauptfigur gut ausgearbeitet und durchdacht ist, um dem Leser Möglichkeiten zur Identifikation zu geben und die Figur glaubwürdig erscheinen zu lassen. Das beinhaltet Aussehen, Fähigkeiten, Wünsche und Ängste, Gesten, Mimik und Sprechweise und besonders die bisherige Lebensgeschichte. Das Anlegen von Charakterbögen ist ein gutes Hilfsmittel.
Mehr dazu: Charaktere, die treibende Kraft

Die Hauptfigur braucht weiterhin einen Grund, wieso sie das Hauptproblem lösen will. Niemand nimmt sich freiwillig eines Problems an, wenn nicht etwas auf dem Spiel steht, also ein Grund zum Handeln existiert. Dieser Grund sollte dem Autor immer klar sein.

Ohne Hauptproblem auch keine funktionierende Geschichte. Hauptprobleme in Romanen sind üblicher Weise:
  • Abenteuergeschichte: Lösung des großen Rätsels oder Finden des Schatzes
  • Krimigeschichte: Lösung des Mordfalls oder Diebstahls
  • Liebesgeschichte: Zusammenfinden der Liebenden oder Eroberung einer Person
  • Dramengeschichte: Überleben der Katastrophe
Problem, Figur und Grund zum Handeln sind nötig für den Plot. Das Auftauchen des Hauptproblems sorgt für die erste Wendung der Geschichte.

Hauptteil
Nun kommt der Lösungsweg. Dieser darf nicht gradlinig sein. Wenn man sich den richtigen, graden Lösungsweg überlegt hat, dann sollte man an den falschen Wegen arbeiten, die die Figur einschlagen könnte und auch wird, um am Ende zur richtigen Lösung zu finden.
Falsche Wege, Hindernisse, sind nötig, um die Geschichte spannend zu machen. Im Leben läuft selten alles so, wie geplant.

Die Hauptfigur braucht Konkurrenten, die das gleiche oder gegenteilige Ziel haben wie sie selbst. Weiterhin sollte man sich Gedanken machen über Ängste und Probleme der Hauptfigur, die der Lösung des Hauptproblems im Weg stehen könnten.
Ein Protagonist braucht einen Antagonisten. Dieser kann also eine Person sein, oder ein innerer Gegenpart.
So wird die Hauptfigur mit Hindernissen konfrontiert, die im Laufe der Geschichte die Auflösung des Hauptproblems immer schwerer machen. Dies gipfelt meist in einem Tiefpunkt, der die Hauptfigur dazu veranlasst weitere Kräfte zu mobilisieren, umzudenken oder sich Hilfe in Form von Personen oder Informationen zu holen. Manchmal kommen diese Personen oder Informationen auch von außen auf die Hauptfigur zu. Hat diese dann die entscheidenden Informationen zur Problemlösung, kommt es zu einer weiteren Wendung der Geschichte.

Schluss
Fehlt noch das, für den Leser befriedigende, Ende. Die Lösung des Hauptproblems im Höhepunkt der Geschichte. Bis zu diesem Höhepunkt sollte die Spannung und Geschwindigkeit der Geschichte nun aufrecht erhalten werden.
Für den Schluss sollte man überlegen, was der Leser erwartet und diese Version abändern. Das Ende sollte zwar zufriedenstellend sein, jedoch nicht zu vorhersehbar.
Ein wichtiger Punkt ist ebenfalls, wann man die Geschichte enden lässt. Nicht selten schreibt ein Autor über den eigentlichen Schluss der Geschichte hinweg und trägt den Leser zu einem Teil des Lebens der Hauptfigur, der gar nicht mehr zum Hauptproblem und dessen Lösung gehört. Also Augen auf, und am Ende nochmal genau hinschauen.

-----
Mehr zum Thema Plotten auf FederKiel:
-----

Montag, 30. Dezember 2013

Twitter Tipps für Autoren


Heute gehört es zum guten Ton, als Autor eine Facebook Fanpage und einen Twitter Account zu haben, um mit seinen Lesern zu kommunizieren und Werbung leichter und gezielter an den Mann zu bringen.  Für einige ist jedoch Social Media kompliziertes Neuland. Auch bei Twitter gibt es einiges zu beachten, damit alles gut läuft und man das Beste rausholen kann.

Als Autor ist die Vermarktung der Bücher natürlich wesentlicher Bestandteil des Erfolgs, egal, ob ein großer Verlag die Bücher rausbringt, oder ob der Autor es selbst tut. Es ist auch wichtig geworden, schon vor der Veröffentlichung aktiv zu werden, und das Interesse potentieller Leser zu wecken. Twitter ist in diesem Punkt zu einem Standbein der PR- und Öffentlichkeitsarbeit geworden.

Auf Twitter tummeln sich längst nicht mehr nur englischsprachige Menschen oder Spam-Bots. Der deutsche Anteil nimmt stark zu. Auch die meisten Unternehmen haben das Potential des sozialen Kurznachrichtendienstes erkannt und twittern fröhlich über Produkte und aktuelle Aktionen. Und in den 140 Zeichen eines "Tweets" können auch Autoren alle wichtigen Informationen unterbringen.
Auf Twitter ist es leicht jemandem zu folgen und die Bereitschaft dazu ist höher als z.B. bei Facebook. Es wird sehr viel geschrieben und geteilt, und die beliebten "Hashtags" erlauben ein leichtes, zielgerichtetes Suchen von Inhalten.


Tipps für Ihren Account

 

  • Wählen Sie einen guten Namen. Nutzen Sie, wenn möglich, Ihren richtigen Namen oder Ihr Pseudonym, damit die Leser Sie leichter finden und erkennen können. Wählen Sie nicht den Titel Ihres Buches, denn Sie haben sicherlich vor, noch weitere zu schreiben. Mehrere Accounts sind natürlich möglich, erhöhen jedoch den Arbeitsaufwand.
  • Laden Sie ein Foto hoch als Profilfoto. Falls Sie sich nicht gut dabei fühlen, Ihr echtes Gesicht zu präsentieren, wäre eine Comic-Zeichnung/Karikatur von Ihnen ideal. Wählen Sie auf jeden Fall ein Bild, dass zu Ihnen und Ihren Inhalten passt, allerdings nicht Ihr Buchcover. Dies wird häufig als Versuch verstanden, nur möglichst viel Werbung zu machen und von permanentem Verkaufsspam der Marke "Kauft mein neues Buch, jetzt zum Sonderpreis!" will niemand etwas wissen. 
  • Auf der Accountseite gibt es oben ein Header-Bild. Dieses Bild ist groß und ein wahrer Blickfang. Suchen Sie Ihren Header mit Bedacht aus. Ein gutes Bild wirkt sehr einladend und professionell. Den Header komplett ungenutzt zu lassen verschenkt einiges.
    • Nehmen Sie sich Zeit für eine einladende Kurzbeschreibung. Ein guter Satz, der aussagt, wer Sie sind und was Sie tun. Damit die Leser wissen, was sie zu erwarten haben. Wer als Autor eine zu knappe Beschreibung wählt oder gar nicht erst erwähnt, dass er Autor ist, wird von anderen Autoren seltener gefolgt. Die Beschreibung ist das, was andere zuerst sehen, nicht jeder hat Zeit sich durch Ihre Tweets zu lesen. Wenn Sie Ihre Beschreibung auf englisch halten, sollten Sie erwähnen, in welchen Sprachen Sie tweeten. Einige Autoren folgen hauptsächlich deutschen Kollegen und übersehen Sie mitunter.
    • Verlinken Sie Ihre Homepage oder Ihr Blog. So können interessierte Leser sofort auf Ihre Internetseite wechseln.
    • Twitter ist nicht wie Facebook. Ihr Account ist im Normalfall öffentlich zugänglich für jeden Internetnutzer und jeder Ihrer Tweets ist über Suchmaschinen zu finden. Einzige Möglichkeit dies zu verhindern ist, einen geschützten Account zu nutzen. Doch dann müssen Sie jeden Follower, der Ihnen folgen will einzeln dafür freischalten. Nach Erfahrung sind hier weniger Leute gewillt auf den Follow-Button zu klicken und der Aufwand ist natürlich größer.
    • Auch auf Twitter gibt es für kommerzielle Accounts eine Impressumpflicht. Das Impressum sollten Sie als Link in die Kurzbeschreibung einfügen. Beachten Sie, dass es entweder ein sogenannter sprechender Link sein muss (also ein Link, in dem das Wort Impressum vorkommt) oder er eingeleitet werden muss mit Impressum:<Link>. Die Regel für ein Impressum ist, dass es als solches klar erkennbar und unmittelbar erreichbar sein muss. Außerdem muss der Name im verlinkten Impressum mit Ihrem Twitternamen übereinstimmen, oder es muss im Impressum erwähnt werden, dass das Impressum ebenfalls für den Twitteraccount gilt.

     Tipps zur Nutzung


      • Schreiben Sie erste gute Tweets, selbst ohne Follower. Denn diese werden von den Leuten gelesen, die überlegen, ob sie Ihnen folgen wollen. 
      • Folgen Sie interessanten Accounts, nicht einfach wahllos jedem, nur weil er verspricht zurückzufolgen. Idealer Weise suchen Sie sich Autoren, Buchliebhaber, Blogger, Bücherseiten usw., deren Tweets Ihnen gefallen.  Zu Beginn können Sie nur 2.000 Leuten folgen, bis Ihnen selbst ebenfalls 2.000 Leute folgen.
      • Schreiben Sie nützliche und interessante Tweets. Retweeten Sie nützliche und interessante Tweets anderer. (Hier haben Sie die Wahl, ob Sie den Tweet eines anderen direkt so weiterschickst, wie er ist, oder ob Sie etwas hinzufügen möchten und er als Ihr Tweet rausgeht, mit einer Erwähnung der ursprünglichen Quelle.) Erzählen Sie von Ihrem aktuellen Projekt, von Ihrem Fortschritt, vom Schreiben oder anderen Büchern. Teilen Sie Rezensionen Ihrer Bücher, Preise, Interviews oder Schreibtipps. 
      • Unter jedem Tweet gibt es klickbare Symbole für "Antwort", "Retweet" und "Favorit". Nutzen Sie die Antwortfunktion mit dem @Username am Anfang für eine direkte Antwort. Ein @Username in der Mitte eines Tweets ist eine Erwähnung und wird von Twitter bei Ihren normalen Tweets eingeordnet, nicht bei den Antworten. In beiden Fällen bekommt der erwähnte Nutzer eine Benachrichtigung und der Tweet wird ihm angezeigt. Mit der Favoritenfunktion zeigen Sie, dass Ihnen ein Tweet besonders gefallen hat. Er wird in Ihre Favoritenliste aufgenommen.
        • Schreiben Sie nicht nur Werbung. Idealer Weise folgen auf eine Werbung für Ihre Bücher mindestens vier andere interessante Tweets. Nichts ist nerviger, als stündlich vollgespammt zu werden mit: "Kauf hier mein Buch", "jetzt Sonderpreis", "mein neuer, hervorragender Bestseller".
        •  Beteiligen Sie sich an Diskussionen oder starten Sie selbst eine mit einer guten Frage. Kommentieren Sie die Tweets anderer Autoren. Bedanken Sie sich für einen Retweet und das Folgen Ihres Twitter Accounts.
        • Nutzen Sie Hashtags. Allerdings sollten Sie nicht übertreiben. Ein oder zwei sind ideal, maximal drei pro Tweet sind ok. 
        • Beteiligen Sie sich an Twitteraktionen, wie #ff (#FollowFriday) und #WW (Writing/Writers Wednesday) und empfehlen Sie so andere lesenswerte Accounts. 
        • Nutzen Sie nach Möglichkeit sogenannte Linkverkürzer wie https://bitly.com/ zum kürzen Ihrer Links. Kürzere Links sehen schöner aus und nehmen weniger Zeichen in Anspruch.
        • Tweets mit Bildern haben statistisch eine höhere Interaktionsrate. Es ist also für Sie von Vorteil hin und wieder einen Tweet mit einem Bild zu versehen. Beachten Sie bitte hierbei, dass Sie das Recht am Bild und am Motiv besitzen! Das Nutzen fremder Bilder kann sehr teuer werden.
        • Es gibt die Möglichkeit Direktnachrichten an einen anderen Nutzer zu senden. Diese sind für alle anderen nicht sichtbar. Hier gehört alles eher private rein, auch Meinungsverschiedenheiten sollten lieber hier und nicht öffentlich ausgetragen werden. 
        • Verlinken Sie Ihren Twitter Account auf Facebook und auf Ihrer Homepage/Blog. Interessenten können so schnell zu Ihren Followern werden.
        • Sparsam eingesetzte Großbuchstaben oder Sonderfiguren erlangen mehr Aufmerksamkeit. Ich möchte hier nochmal unterstreichen: Sparsam! Genauso wie das Twittern in Nischenzeiten (etwa Wochenende, sehr früh oder sehr spät am Tag). Hier sehen zwar weniger Leser die Tweets, dafür fallen Ihre Tweets mehr auf, weil sie nicht so schnell in der Zeitleiste verschwinden. Eine weitere Möglichkeit für mehr Leser ist das Twittern mit den Top-Themen, sogenannten trending topics. Die finden Sie in der Regel in einem Kasten links oder rechts und sie ändern sich recht schnell wieder.
        • Sie können Listen anlegen und Nutzer hinzufügen (auch ohne ihnen zu folgen). So behalten Sie, selbst wenn Sie sehr vielen Accounts folgen, die Übersicht.
        • Es gibt zahlreiche Hilfstools für Twitter wie etwa TweetDeck. Mit ihnen behalten Sie den Überblick über mehrere Accounts, können Tweets vorfertigen und zeitlich geplant rausschicken, verschiedene Listen gleichzeitig anzeigen lassen oder Statistiken auswerten. Hier eine Liste von Tools: Twitter Tools
        • Es gibt viele Statistiken zu Twitter. Etwa: 120 bis 130 Zeichen sind am besten, Links nicht am Ende sondern weiter vorn im Tweet platzieren, Tweets nicht alle auf einmal rausschicken und über die bevorzugten Tweetzeiten. Eine interessante Seite dazu ist: Dan Zarrella


          Twitter Hashtags für Autoren


          • #Schreibtipps  #Schreibtipp
          • #schreiben  #plotten
          • #Autor  #Roman  #Buch
            • #ebook  #Kindle  #Tolino  #Nook
            • #Gedicht  #Gedichte  #poetry  #haiku
            • #NaNoWriMo   (steht für  "national novel writing month")
            • #Fantasy  #SciFi  #Krimi  usw.
            • #ff  oder  #FollowFriday
            • #WW   (steht für "writing/writers wednesday")
            • #amwriting  #amediting  #amreading
                • #fictionfriday
                • #publishing  #selfpublishing
                    • #wip   (steht für "work in progress")
                    • #wordcount  #writegoal  #wrotetoday
                        • #writer
                        • #writingtips  oder  #writetip
                             -----
                            Mehr zum Thema Social Media auf FederKiel:
                            -----


                              Montag, 16. Dezember 2013

                              Schreibtagebuch Eintrag 4: Schreibratgeber

                              September 2010 

                              Nach wochenlanger Lektüre weiß ich auch nicht viel mehr als vorher, bis auf die Tatsache, dass tausende Leute da draußen exakt die gleichen Probleme haben wie ich.
                              Ich sitze also nicht allein im Regen.
                              Neben mir sitzen viele andere triefnasse Gestalten, die, wie ich, ihren Regenschirm noch nicht gefunden haben, um trockenen Fußes durch dieses Abenteuer zu kommen.



                              Die Ratschläge der Bücher, dessen Autoren in der Regel selbst Schriftsteller sind, sind so verschieden, wie die Menschen dahinter.
                              Einige sind Drauflosschreiber, die nur wenig Zeit in die Vorbereitung stecken. Mit einem oder zwei Charakteren und einer groben Idee fangen sie einfach an zu schreiben und schauen, wie sich die Handlung entwickelt. Sie erleben die großen Ereignisse live mit und wissen erst, was passiert, wenn es passiert.

                              Es gibt natürlich auch das andere Lager: Die Planer.
                              Sie glauben, dass man ohne vorherige gute Planung verloren sei. Umso mehr sie vorher ausarbeiten, desto weniger Probleme kommen auf. Die Charaktere werden komplett mit voller Hintergrundgeschichte entworfen, ja sogar interviewt, der Handlungsbogen im Detail zu Papier gebracht. Nichts wird dem Zufall überlassen.

                              Beides klingt verlockend. Nicht zu wissen, was passiert und die Spannung beim Schreiben mitzuerleben, ja etwas zu haben, dass einen weiterschreiben lässt, ist schön. Allerdings finde ich es auch vielversprechend, während des Schreibens weniger Problemen zu begegnen und es ist beruhigend, zu wissen, dass man sich nicht so leicht in der Geschichte verlaufen kann.

                              Einen Ratschlag haben die beiden Seiten jedoch gemein: Hinsetzen und schreiben!

                              Ich werde mich nun etwas in der Recherche üben und mir zumindest die Charaktere und den Handlungsbogen soweit überlegen, dass ich die wichtigen großen Eckpunkte fest habe.


                              -----
                              Hier geht es zu Eintrag 5: Schreibtagebuch Eintrag 5: Aller Anfang...
                              Hier geht es zu Eintrag 3: Schreibtagebuch Eintrag 3: Der erste Satz

                              Zum Anfang: Schreibtagebuch Eintrag 1: Das Schreibtischchaos
                              -----
                              Mehr zu Schreibratgebern auf FederKiel:
                              -----


                              Montag, 9. Dezember 2013

                              Schreiben nach der Schreibblockade

                              Wie ich bereits hier erzählte, hat sich bei mir vor kurzem, durch einen glücklichen Umstand, die schon länger anhaltende Schreibblockade gelöst. Doch das heißt noch lange nicht, dass wieder alles vollkommen problemlos läuft.
                              Eine lange Pause hinterlässt Spuren.
                              Eine lange Pause ist der Erzfeind eines jeden Schreiberlings.
                              Man ist raus aus dem Rythmus, raus aus der Stimme, raus aus der Story.
                              Wie findet man jetzt wieder zurück?


                              Bestes Mittel: Schreiben!
                              Der Anfang wird sicherlich nicht sehr ergiebig sein, die Sprache ist wackelig, die Ideen stocken. Wichtig ist hierbei einfach, nicht panisch oder frustriert aufzugeben und sich keine großartigen Ziele zu setzen.
                              Um wieder zum flüssigen Schreiben zurückfinden zu können ist es leichter, zuerst ein paar kleinere Texte zu schreiben und sich nicht sofort wieder in den großen Roman zu verbeißen. Die nächste Schreibblockade wartet sonst schon hinter der Ecke auf ihr angeschlagenes Opfer.
                              Emails, Blog Posts oder Kurzgeschichten bieten sich besonders an. Wenn die Worte ersteinmal wieder fließen, dann ist die Zeit gekommen, um das Manuskript des Romans zu öffnen.

                              Auch, wenn es schwer ist: Lesen!
                              Vielleicht hat man ein paar Kleinigkeiten des Plots vergessen, vielleicht sogar, wo man mit dem Schreiben aufgehört hat. Vielleicht ist man überrascht, wie spannend man seine Geschichte findet, vielleicht auch peinlich berührt vom vielen Mist, den man geschrieben hat. Wenn das Bedürfnis da ist, es zu überarbeiten und es bringt einen zum schreiben, sollte man es tun. Ansonsten fängt man halt irgendwo an. Egal wo, egal welche Szene, solange es einen in die Geschichte zurückbringt. Immer daran denken: Es muss jetzt noch nichts perfekt sein.

                              Wichtig ist außerdem, den nächsten Tag weiter zu schreiben, damit die viele Arbeit nicht umsonst war.
                              Die Bequemlichkeit ist ein heimtückisches Monster, das die neue Routine mit einem einzigen Happs verschlingen kann.

                              Montag, 2. Dezember 2013

                              Schreibtagebuch Eintrag 3: Der erste Satz

                              Juli 2010
                              Womit fange ich nun an? Was braucht mein Buch alles?
                              Ich drehe mich um und schaue in mein Regal. Einen Buchtitel, natürlich!
                              Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich schon mal einen Titel für das Buch hatte.
                              Nach kurzer Überlegung fällt mir der Titel wieder ein, und auch der Grund, warum ich ihn vergessen hatte : Er war schlecht.
                              Schön, für einen Buchtitel ist später noch Zeit genug.


                              Was haben wir denn überhaupt schon? Richtig, die Figuren. Und die Rahmenhandlung.
                              Das ist doch schonmal was.
                              Nachdem ich etliche Sekunden vor dem leeren Textdokument gesessen und auf meiner Lippe herumgekaut habe, tippe ich "Kapitel eins" in die Tastatur. Grandios, eine Kapiteleinteilung sollte es haben.

                              Und nun? Der erste Satz. Der erste Satz ist wichtig, das weiß ich. Entsprechend schwer ist es, ihn auszuwählen. Ich will einen interessanten ersten Satz. Keinen langweiligen. Er soll den Leser fesseln, ihn einladen den nächsten zu lesen. Und der Name der Hauptfigur sollte am besten schon drin erwähnt werden.
                              Ich könnte sogar mit dem Namen der Hauptfigur anfangen. Wenn ich denn eine Idee für den Satz hätte.
                              So klappt das nicht. Ich weiß nicht, was ich genau im ersten Kapitel geschehen lassen will und was schon vorher geschehen sein soll. Mit anderen Worten, ich muss mir überlegen, wo im Handlungsverlauf ich das Buch beginnen lassen möchte. Will ich den Leser direkt in das Geschehen werfen? Oder doch lieber eine kurze aber einleitende Beschreibung?

                              Meine Gedanken schweifen ab und ich frage mich, wie andere Autoren ihre Bücher beginnen lassen. Ich kann mich natürlich an alle Bücher erinnern, die ich gelesen habe, jedoch fällt mir kein einziger erster Satz mehr von ihnen ein.
                              Die nächste Zeit verbringe ich damit, mir erste Sätze aus Büchern anzuschauen.

                              Es gibt sie alle: Kurze Sätze, lange Sätze, einfache Sätze, komplizierte Sätze. Manche sagen viel aus, manche fast nichts. Es ist alles möglich. Wichtig ist nur, sie müssen passen. An ihren Platz am Anfang des ersten Kapitels.

                              Mir wird klar, ich brauche ein paar gute Ratschläge und mehr Informationen über das Handwerk des Schriftstellers an sich. Über den Aufbau von Büchern und und und.
                              Die Suche nach Ratgebern ist nicht schwer, man wird damit regelrecht überhäuft. Einige sind gut, einige nicht. Und ein paar von ihnen haben dann auch den Weg in meine Wohnung gefunden.

                              Und so werde ich nun lesen.

                              -----
                              Hier geht es zu Eintrag 4: Schreibtagebuch Eintrag 4: Schreibratgeber

                              Hier geht es zu Eintrag 2: Schreibtagebuch Eintrag 2: Organisation und Ordnung
                              -----